Storytelling in der internen Kommunikation

Storytelling in der internen Kommunikation

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Geschichten wurden zwischen Menschen schon immer erzählt. Ein interessantes Erlebnis wird über Geschichten auf eine spannende Art weitergegeben, um daraus zu lernen, zu verstehen und Informationen leichter zugänglich zu machen. Geschichten bringen uns aber auch mit Familie, Freunden, Kollegen oder sogar Fremden zusammen und machen Erfahrungen einzelner für alle erlebbar. Das macht sie zu einem sozialen Kit, der den Zusammenhalt und das Zugehörigkeitsgefühl in Gruppen verstärken kann.

Auch in Unternehmen werden Geschichten schon lange genutzt, um Mitarbeitern komplexe Zusammenhänge anschaulich darzustellen. Sie sollen auf einfache Art Herz und Verstand der Zuhörer erreichen. Nur wurde dies in der Vergangenheit nicht immer systematisch und bewusst gemacht, sondern oft „aus dem Bauch heraus“.

Systematische Nutzung von Geschichten: Storytelling in der internen Kommunikation

Ein bewusster Einsatz von Geschichten nach der Methode des Storytelling (Erzählmethode, englisch für „Geschichten erzählen“) kann aber verborgenes Potential heben: Geschichten im Unternehmen können die Mitarbeiter besser informieren und motivieren, für höheres Involvement, mehr Verständnis sowie eine starke Identifikation mit Arbeitgeber und Kollegen sorgen sowie länger im Gedächtnis bleiben. Eine lebendig erzählte Geschichte erreicht ihre Zuhörer einfach leichter als eine nüchterne Ansprache.

Storytelling in der internen Kommunikation kann besonders auch im Rahmen von Veränderungen und größeren Umbrüchen im Unternehmen nützlich sein. Es kann dazu beitragen, durch das Darlegen von Handlungsoptionen und das Begründen von Entscheidungen mehr Verständnis und Engagement bei den Mitarbeitern zu erreichen. Das macht Storytelling zu einem geschätzten Werkzeug im Rahmen eines erfolgreichen Change Managements.

Authentizität, Ehrlichkeit und Relevanz für das Storytelling

Was ist nun wichtig für den Einsatz von Storytelling in der internen Kommunikation? Folgende Punkte können bei der Findung und Erstellung einer geeigneten Geschichte helfen:

  • Für die Glaubwürdigkeit ist es entscheidend, dass die genutzten Geschichten auch wirklich im Unternehmen stattgefunden haben. Besonders gut geeignet sind Erzählungen und Erfahrungen von Kollegen. In Interviews gesammelt und als Gesamtgeschichte aufbereitet kann man hier zum Beispiel dem „Learning History-Ansatz“ folgen. Das bedeutet, dass durch das Wiedererzählen von Erfahrungen einzelner Teams oder Kollegen das ganze Unternehmen lernen kann – zum Beispiel bei Fusionen, Umstrukturierungen oder Pilotprojekten.
  • Der Kern der Geschichte sollte sich stets an den Unternehmenswerten und Themen orientieren, die auch in der Außenkommunikation verwendet werden, um den Mitarbeitern ein einheitliches, glaubwürdiges Erscheinungsbild zu präsentieren.
  • Grundsätzlich ist es immer eine gute Idee, Geschichten von und mit Menschen zu inszenieren. Gerade auch wenn es vorwiegend um Maschinen oder technische Produkte geht, ist die „menschliche Geschichte“ dahinter oft involvierender als reine Abläufe oder Funktionsbeschreibungen. Fragen wie „Wer nutzt unser Produkt?“, „Wer stellt unser Produkt her?“, „Wer liefert unsere Produkte aus?“ bieten Orientierung.
  • Wichtig für den Mehrwert der Geschichte ist, dass bisher unbekannte Probleme, Fragestellungen und Lösungsoptionen auftauchen, die auf diese Art bisher noch nicht beleuchtet wurden. So erhält die Geschichte eine unmittelbare Relevanz für den Zuhörer bzw. Leser, die er auf seinen Arbeitsalltag übertragen kann.
  • Eine Mehrdimensionalität entsteht, indem Akteure verschiedener Positionen und Prozesse auftauchen. So kann auch die Herausforderung der Geschichte aus mehreren Blickwinkeln betrachtet werden.

Geschichten aus dem eigenen Unternehmen finden

Wie lassen sich nun passende Geschichten für das Storytelling finden, die authentisch, ehrlich und relevant sind? Hier drei Ansätze, die helfen können:

  • Den Lebenslauf nutzen
    Genau wie auch ein Mensch hat das Unternehmen eine Entstehungsgeschichte und eine längere Entwicklung hinter sich. Diese Phasen des „Unternehmenslebens“ lassen sich gut für einzelne Geschichten nutzen. Was war die Gründungsidee? Wie hat sich das Unternehmen gegen Konkurrenten durchgesetzt? Welche Herausforderungen galt es zu meistern?
  • Kollegen-Geschichten
    Mit Sicherheit können die Kollegen am besten selbst erzählen, was sie täglich zum Unternehmenserfolg beitragen, an welchen Stellen es besonders schwierig ist und mit welchen Strategien sie diese Probleme meistern. Dieses Wissen kann gut für Geschichten im Rahmen des Storytellings genutzt werden.
  • Geheimnisse lüften
    Dass Geheimnisse faszinieren, ist bekannt. Auch für das Storytelling sind sie bestens geeignet, um Aufmerksamkeit zu erregen und Leser zu binden. Zum Beispiel: Woher stammt das Rezept für unseren Herstellungsprozess? Was in der Firmengeschichte ist bisher noch unbekannt? Welches bisher geheime Projekt wurde in den letzten Monaten vorangetrieben?

 

Frohes Geschichtenerzählen!

 

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