Facebook: Collaborative Ads schalten

Facebook: Collaborative Ads schalten

Für Unternehmen, die keinen eigenen Online-Shop betreiben, ist es mitunter schwer den Erfolg eigener Werbekampagnen auf Facebook sinnvoll zu messen. Dieses Problem hat Facebook erkannt und präsentiert mit den Collaborative Ads eine mögliche Lösung. Was die Collaborative Ads sind, wie sie funktionieren und welche Vorteile sie bringen, erfahrt ihr in diesem Blogbeitrag.

Was sind Collaborative Ads?

Kurz gesagt: Collaborative Ads bieten Händlern und Marken eine Werbeschnittstelle, die eine unkomplizierte, kooperative Zusammenarbeit auf Facebook ermöglichen soll. Die Collaborative Ads zielen damit vor allem auf Marken bzw. werbende Unternehmen, die keinen eigenen Online-Shop haben. Die Ads bieten den werbenden Unternehmen damit die Möglichkeit über die reine Markenwerbung hinauszugehen und aktiv den Direktverkauf der eigenen Produkte auf Facebook voranzutreiben.

Wie funktionieren Collaborative Ads?

Im ersten Schritt müssen Marke und Händler zusammenfinden und eine „Partnerschaft“ über den Business-Manager eingehen. Das funktioniert über den Facebook Solutions Explorer. Dort ist es außerdem möglich über die Facebook Partner Directory direkt nach einem geeigneten Handelspartner zu suchen. Wichtig ist, dass auf der Seite des Händlers die richtigen technischen Voraussetzungen geschaffen sind. Das heißt:

  • es muss einen auf Facebook hinterlegten Produktkatalog geben.
  • es muss ein Facebook-Pixel (bzw. Facebook-SDK bei App) verbaut und richtig eingerichtet sein (im Zuge dessen sollte die Datenschutzerklärung ggf. angepasst werden).

Sind alle technischen Voraussetzungen geschaffen und die Zusammenarbeit zwischen Marke und Händler bestätigt, kann es auch schon losgehen. Der Händler erstellt ein neues Segment aus dem eigenen Produktkatalog, welches ausschließlich Produkte des werbenden Unternehmens enthält. Dieses Segment wird mit der Marke geteilt. Die Marke wiederum setzt optimalerweise ein neues Werbekonto in ihrem Business Manager auf, welches ausschließlich für die Werbeanzeigen mit dem Handelspartner verwendet wird.

Collaborative Ads | Quelle: Facebook.com

Collaborative Ads | Quelle: Facebook.com

Die Marke kann nun über das Werbekonto auf das geteilte Katalogsegment zugreifen und es mit Dynamic Ads bewerben. Das Ziel der Kampagne ist in diesem Fall immer „Katalogverkäufe“. Die gewünschte Zielgruppe kann auf zwei verschiedenen Wegen erreicht werden. Entweder über Retargeting oder es werden Personen anvisiert, deren Suchverhalten im Netz von Facebook mit Interesse an diesem Produkt assoziiert wird.

Da das Werbekonto in der Hand des werbenden Unternehmens (also der Marke) liegt, läuft auch das Budget über die Marke. Die Werbeanzeigen sind also für den Handelspartner kostenlos. Eine Freigabe der Werbeanzeigen durch den Händler ist zwar nicht notwendig, dieser sieht jedoch alle aktiven Anzeigen im Werbekonto und behält damit auch ein Stück weit die Kontrolle.

Über das Collaboration Center (im Business Manager) können die Insights zu den Werbeanzeigen von beiden Partnern eingesehen werden. Das werbende Unternehmen kann prinzipiell nur Daten zu den freigegebenen Produkten einsehen.

Welche Vorteile bringen Collaborative Ads?

Soweit also zur Theorie, doch welche Vorteile können beiden Parteien aus dieser Zusammenarbeit ziehen? Vorteile für die…

Marke:

Die Marke kann effektiv den Absatz der eigenen Produkte steigern. Die kaufbereite Zielgruppe wird ohne Umwege zur entsprechenden Produktseite auf der Webseite des Händlers bzw. in der App geschickt. Gleichzeitig hat die Marke die volle Kontrolle über die Werbeanzeigen und einen Einblick in die Messung von Verkäufen. Sie kann damit direkt reagieren und Anpassungen im Werbekonto vornehmen.

Händler:

Die beiden größten Vorteile für Händler sind die kostenlose Reichweite und der kostenlose Traffic auf der Webseite bzw. innerhalb der eigenen App. Außerdem können die Umsätze mit geringem Aufwand für den Händler gesteigert werden.

Ein paar Tipps zum Schluss

  • Richtige Verlinkung setzen: Link zur Webseite des Handelspartners einbauen, nicht den Link zur eigenen Marken-Webseite.
  • Händler-Logo aufs Creative: Absender des Creatives ist immer die Marke. Zum Vermeiden von Abbruch-Raten empfiehlt es sich, das Händler-Logo im Creative zu integrieren, damit die User:innen wissen, wo es sie hin verschlägt.
  • Möglichst breite Zielgruppe verwenden: Je mehr Personen auf die Produktseite des Händlers oder in die App geleitet werden, desto größer wird die Retargeting-Zielgruppe.
  • Retargeting verwenden, um erneut Personen anzusprechen, die bereits ein Interesse an dem jeweiligen Produkt gezeigt haben.

Fazit

Collaborative Ads sind eine spannende Möglichkeit für Unternehmen ohne eigenen Online-Shop Kampagnen zu schalten, die auf direkte Verkäufe zielen. Sie erreichen damit ohne Umwege die kaufbereite Zielgruppe und leiten diese in den jeweiligen Online-Shop weiter, wo der Kauf direkt abgeschlossen werden kann.

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Caro

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