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Google Adwords Qualitätsfaktor – 4 Mythen, die nicht stimmen

Google Adwords Qualitätsfaktor – 4 Mythen, die nicht stimmen

Um den Google Adwords Qualitätsfaktor kreisen sämtliche Mythen, mit denen wir an dieser Stelle aufräumen möchten. Warum er immer wieder Grund für Spekulationen bietet, ist auf seine Undurchsichtigkeit zurückzuführen, denn Google lässt sich hierbei nicht in alle Karten schauen. Was genau beeinflusst den Qualitätsfaktor? Wie funktioniert die Optimierung und was bedeuten schlechte Qualitätsfaktoren überhaupt? Hier findet ihr die Antworten.

adwords Anzeigenschaltung

Der Idealfall: die Einflussfaktoren werden als überdurchschnittlich bewertet.

Mythos 1: Qualitätsfaktor multipliziert mit dem Gebot ergibt den Anzeigenrang

Nicht ganz falsch aber eben auch nicht ganz richtig. Ende 2013 änderte Google die Berechnung des Anzeigenrangs und spricht seither von einer Kombination aus dem Gebot, dem Qualitätsfaktor und der prognostizierten Wirkung der Werbeanzeige. Letzteres wird durch Anzeigenerweiterungen oder dem Domain-Namen in der Headline beeinflusst.

Mythos 2: Google rechnet mit exakt dem Qualitätsfaktor, wie er im Konto steht

Fakt ist, dass Google zu jedem Keyword den entsprechenden Qualitätsfaktor angibt. Dies jedoch ist lediglich ein Richtwert. Der angezeigte Faktor wird nur aus den Suchanfragen berechnet, die exakt dem jeweiligen Keyword entsprechen. In Bezug auf die Standorte und Geräte werden ebenfalls nur Durchschnittswerte herangezogen. Google rechnet tatsächlich jedoch mit viel detaillierteren Angaben. Der Qualitätsfaktor wird bei jeder Anfrage neu berechnet und wird je nach Anlass sogar mit unterschiedlichen Werten belegt.

Googel Adwords Qualitätsfaktor

Ansicht in der Kampagnenverwaltung

Mythos 3: Die Optimierung von Qualitätsfaktoren ist sehr aufwendig

Kann sein, muss aber nicht. Auch wenn uns Google nicht die Angaben ausgibt, mit denen sie rechnen, können wir zumindest an „unseren“ Richtwerten schrauben. Bei der Optimierung der Klickrate beispielsweise, können Anzeigentexte umformuliert werden. Dabei bietet sich ein simpler Split-Test an und die damit verbundene stetige Verbesserung der Anzeige. Probiert auch verschiedene Schreibweisen der Anzeigen-URL. Ähnlich verhält es sich bei der Optimierung der Anzeigenrelevanz. Passen die Keywords zum Anzeigentext? Ist das nicht der Fall, sollten die Anzeigengruppen enger gefasst und nur mit thematisch exakt zueinander passenden Keywords ausgespielt werden. Damit habt ihr schon zwei der drei wesentlichen Einflussfaktoren optimieren können. Fehlt nur noch die dritte Größe: die Nutzererfahrung mit der Zielseite. Hier wird es tatsächlich etwas aufwendiger, denn die Inhalte einer Landingpage sollten optimal zu den Keywords und den Anzeigen passen.

Mythos 4:  Keywords mit schlechten Qualitätsfaktoren sollten deaktiviert werden

Keywords radikal aussortieren nur weil der Qualitätsfaktor schlecht ist, ist nicht empfehlenswert. Sollten alle oben genannten Optimierungsversuche scheitern und der Wert trotzdem nicht zufriedenstellend sein, muss es andere Ursachen geben. Beispielsweise ist euer Keyword zu unspezifisch und hat mehrere Bedeutungen, wie beispielsweise „Fliegen“ oder „Bank“. Wenn die Nutzer nur dieses Suchwort verwenden, nützen auch Kombinationen mit anderen Wörtern nichts.

Bevor man dem Qualitätsfaktor seine Aufmerksamkeit schenkt, sollten außerdem bereits genügend Daten vorliegen. Unter 500 bis 1000 Impressionen lohnt sich kein Blick darauf. Schaltet ihr Anzeigen auf Keywords eurer Konkurrenz kann es ebenfalls zu schlechteren Qualitätsfaktoren kommen, da Google weiß, dass ihr nicht Markeninhaber seid.

Fazit

Rund um den Google Adwords Qualitätsfaktor tummeln sich hartnäckig so einige Mythen. Wir haben zumindest mit einigen von ihnen an dieser Stelle aufräumen können. Der Qualitätsfaktor ist sehr wichtig, aber man sollte ihn nie isoliert betrachten, sondern  mögliche andere Einflüsse identifizieren und richtig interpretieren. Erst dann sollten Konsequenzen folgen.

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Anastasia

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