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SEA Camp Recap 2019

SEA Camp Recap 2019

SEACamp Jena 2019

Alle Jahre wieder ruft das SEACamp und so zog es auch uns dieses Jahr wieder nach Jena, wo sich die High Society aus der SEM-Branche trifft. Zu zweit ging es für Peggy und mich in den frühen Morgenstunden von Leipzig los. Passend zur Willkommens-Runde in Jena angekommen, wurden wie immer fleißig alle Sessions vorgestellt, abgestimmt, wer alles teilnehmen möchte und danach stand auch schon der Ablaufplan. Ein kleines Highlight war wie jedes Jahr auch die Vorstellung der skurrilsten Suchanfragen, wie z.B.: „Wie lösche ich meine Daten bei Weight Watchers und beginne von vorne?“ oder „Nice Studiengänge für Leute, die sich nicht begeistern können“.

 

Von effizienteren Google Ads Kampagnen bis hin zu Google Shopping

Danach ging es für Peggy weiter mit dem Thema „Performance Benchmarks und Insights“ aus mehr als 500 Accounts, ein Vortrag gehalten von Christian von smec. Für Peggy mit einer der besten Vorträge des ganzen Tages. Hier wurden zahlreiche hauseigene Accounts speziell auch auf saisonale Ereignisse wie Black Friday oder Weihnachten bezogen, mit Google Search und Google Shopping Kampagnen verglichen, wo bei den meisten Rennen, Google Search den Kürzeren zog.

Instagram Shopping mit Influencer Engagement Rate Einfluss

– ein Thema, welches uns definitiv neugierig machte. Vorgestellt wurde eine Kooperation der Löwen Frankfurt (Eishockey) und Rapper Vega, welche vor allem durch den starken Lokalpatriotismus zusammenfanden. Primäres Ziel war unter anderem das gegenseitige Befruchten aller Kanäle, sei es zum Branding, Ticketverkauf oder zur Füllung der Eishockey-Arena. Anhand vieler Einblicke und Zahlen wurden Synergieeffekte von allen Seiten aufgedeckt und uns ein Austesten von Instagram Shopping ans Herz gelegt. Mit Instagram Shopping wurden klassische Ticketverkäufe generiert und gerade in diesem Fall erwies sich die Zielgruppe bereits als sehr Instagram Shopping-affin, denn nach einer Umfrage im Raum, wer über Instagram kauft, konnte niemand die Hand heben. Fazit war jedoch, dass das wichtigste im Influencer Marketing die strikten Regeln für alle Parteien sind, um den erwünschten Erfolg und eine gute Zusammenarbeit zu finden.

Psychologie erfolgreicher Landing-Pages

Nach dem Thema Instagram ließ ich mich von Hellen in die „Psychologie erfolgreicher Landing-Pages“ einführen und war sehr erstaunt, mit welch einfachen Mitteln jede Zielgruppe exakt angesprochen werden kann. Grundtenor: wir müssen unsere Zielgruppe kennen! Hellen arbeitet hierfür primär mit dem Limbyc System, welches Personen in verschiedene Cluster einordnet und nach 3 Schemen arbeitet: Stimulanz, Balance und Dominanz. Gerade kleinere Unternehmen, welche nicht auf teure Marktforschung zurückgreifen können, um ihre Zielgruppe zu analysieren, sollten sich mit Daten aus Branchen Insights, dem eigenen CRM, Facebook oder Google Analytics bedienen.

Nach Einordnung der Zielgruppe in ein Schema sollte natürlich auch die Landing-Page entsprechend angepasst werden. Wichtig sind folgende Punkte:

  1. Bilder nach Dominanz (clean), Balance (heimisch) und Stimulanz (kreativ, modern) anpassen
  2. ebenso sollte auch das Wording der Headline angepasst werden
  3. der Angebotstext (z.B. Übertreibung nutzen – groß = extra groß, ausreichend Informationen, etc.)
  4. und zu guter Letzt muss der CTA Button farblich an Zielgruppe und Produkt angepasst werden

Amazon SEO vs. SEA

Nach der, wie immer sehr leckeren Mittagspause (ja, wir lieben das Essen beim SEACamp 😉), ging es für Peggy weiter mit dem Thema Amazon. Zuerst besuchte sie den Vortrag von Lisa zum Thema „Was Amazon Merchants von SEAs lernen können“. Eigentlich ein Vortrag, der viel Potenzial hat, wenn man ihn noch etwas mehr mit Daten und Details ausschmückt. Allerdings ist mir und wahrscheinlich auch den meisten anderen Besuchern dieser Session ein anderer Teilnehmer ziemlich negativ aufgestoßen. Hier muss man sagen: gegen konstruktive Kritik hat wohl keiner etwas, wenn sich die Kritik aber dann immer mehr fernab von Konstruktivität bewegt, sollte man sich lieber einfach zurück halten. Danach konnte der Teilnehmer allerdings sein eigenes Wissen unter Beweis stellen und das kann man ihm in keinem Fall absprechen. Zum Thema „Amazon SEA und SEO im Einklang“ gab es einen Einblick, wie man Suchanfragen auf Amazon richtig filtert und für sich als Marketer positiv nutzen kann. Neben einem Einblick in das Tool „Amalyze“ hat mir hier allerdings der Einklang zu SEA gefehlt.

Pinterest, Sprachsuche & co.

Nach der Kaffeepause ging es noch zum Vortrag von Eckart zum Thema „Einfluss der Sprachsuche auf SEA-Kampagnen für lokale Dienstleister“.  Fazit: eigentlich lohnt sich Voice Search mit lediglich ca. 1,5 % Anteil an den von ihm analysierten Suchergebnissen nicht wirklich und wenn doch, sind diese Suchanfragen höchstwahrscheinlich durch bereits eingebuchte Keywords schon sehr gut mit abgedeckt. Zum Schluss gab es von Rüdiger noch einen Einblick zum neuen YouTube Ausrichtungstyp TV-Bildschirme. Leider gibt es hier aktuell, auch von Google-Seite noch nicht viel Input, was zum Beispiel die Ausspielung angeht. Somit konnte Rüdiger mit uns auch nur seine Erkenntnisse aus verschiedenen Tests teilen, die allerdings viel Potenzial in dem neuen Placement erhoffen lassen.

Während Peggy sich mit der Sprachsuche auseinandersetzte, hörte ich mir den Pinterest Vortrag von Corinna an. Auch hier wurde das gesamte Pinterest Ad Modell kurz vorgestellt, Anzeigenformate und Ausrichtungen präsentiert und anhand einer eigenen Anzeige veranschaulicht. Leider fehlten mehr Insights bzw. tiefere Erkenntnisse und Erfahrungen, was jedoch aufgrund der kurzen Testzeit noch nicht möglich war.

SEO und SEA: Synergien oder Kannibalisierung?

Mein abschließender SEA Camps Vortrag behandelte die Frage, ob SEO und SEA sich kannibalisieren oder ergänzen. Anhand eines kleinen Leitfadens, wie SEO und SEA zusammenarbeiten können, wurden viele kleine Tipps und Best Practices mitgegeben. Primär und auch für Agenturen umsetzbar, die nur einen Teil verantworten: Ads und Meta Description vergleichen – was sind Best Performer? Beide Bereiche können und sollten voneinander lernen und ihre Spezialgebiete auch anpassen. Zudem sollte permanent in Analytics auf oberster Zugriffsebene die organischen und die bezahlten Zugriffe verglichen werden – stets mit der Fragestellung, ob (gerade bei DSA Kampagnen) der bezahlte Traffic den organischen Traffic reduziert. Ebenso sollten auch Landing Pages entwickelt oder angepasst werden – je nach den Informationen, die aus beiden Bereichen einfließen. Resümierend war zu erkennen, dass SEA und SEO sich unbedingt befruchten müssen und voneinander profitieren – es kann jedoch auch zu Kannibalisierungseffekten kommen, wenn nicht jede Stellschraube berücksichtigt wurde.

Fazit

Wie die letzten Jahre auch war das SEACamp auch dieses Jahr wieder ein sehr angenehmes Beisammensein mit vielen tollen Menschen und gutem Essen. Vielleicht dieses Jahr aber auch: zum  ersten Mal etwas weniger qualitativ hochwertige und dafür auch sehr kurze Vorträge, wie wir es aus den anderen Jahren gewohnt waren.

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Kerstin

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