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Im Gespräch mit den Rails Girls Leipzig

Im Gespräch mit den Rails Girls Leipzig

Am Wochenende vor einer Woche fand der erste Workshop der Rails Girls Leipzig im Raumstation Co-Working-Space des Tapetenwerks statt.

Aus unserem Team wurde Albina dazu auserkoren, sich in die Welt des Programmierens zu begeben und neue Erfahrungen zu sammeln: Zur Installation Party, die zunächst zum Kennenlernen der anderen Teilnehmerinnen und Coaches diente, ging es auch schon los: Laptop ausgepackt und Ruby on Rails installiert – das Framework, mit dem im Folgenden gearbeitet wurde.
In kleinen Gruppen haben sich alle zuerst der Funktionsweise von Ruby genähert und im Anschluss das erlernte Wissen praktisch beim Erstellen einer Web App angewendet. Die Coaches – junge Programmierer aus den unterschiedlichsten Unternehmen und Agenturen Leipzigs – waren dabei für alle Fragen offen und sind auch auf sämtliche Wünsche der Teilnehmerinnen eingegangen. Gruppen, die sich eher dem Design der App widmen wollten, haben mehr an der CSS-Datei gearbeitet und die Gruppen, die Wert auf eine Fülle an Funktionen gelegt haben, konnten sich der Programmierung dieser Elemente zuwenden. Auch für kleine Verschnaufpausen zum näheren Kennenlernen bei Kaffee und Kuchen war gesorgt. Am Ende des Workshops wurden alle programmierten Apps in geselliger Runde den anderen Gruppen präsentiert und die Erfolge gebührend gefeiert.

Wir befanden den Workshop als vollen Erfolg und möchten auch die Organisatorinnen zu Wort kommen lassen:

Interview mit Natalie Sontopski von den Rails Girls

Ihr lieben Rails Girls Leipzig, am vergangenen Wochenende fand euer erstes Event statt – ein Workshop über 2 Tage, bei dem allerlei gelehrt und gelernt werden sollte. Wie ist es gelaufen?

Ich denke alle Teilnehmerinnen, aber auch die Coaches und natürlich wir als Organisatorinnen hatten eine Menge Spaß und konnten aus den zwei Workshop-Tagen etwas mitnehmen. Und kein Computer ist abgestürzt und die WLAN-Verbindung ist stabil geblieben! Es wurde des öfteren der Wunsch nach Wiederholung geäußert, insofern ist unser erster Rails Girls Workshop offenbar gut angekommen.

die Teilnehmerinnen & Coaches des Rails Girls Workshops

Das waren die Teilnehmerinnen & Coaches des Rails Girls Workshops

Wir wollten interessierten Mädchen und Frauen einen kosten- und zwanglosen Einstieg in die Welt des Programmierens und der Web-Applikationen ermöglichen. Ohne Erwartungsdruck, dafür mit ausreichend Zeit zum Experimentieren, ein paar „Aha!“-Erlebnissen und der Möglichkeit, interessante Leute kennenzulernen, die man sonst vielleicht nie getroffen hätte.

Wie liefen die Vorbereitungen? Was sind die Hürden, mit denen man sich immer wieder konfrontiert sieht?

Die Vorbereitungen waren zwar zeitintensiv, liefen aber gut und problemlos ab, was wir zu großen Teilen der Hilfsbereitschaft und dem Entgegenkommen unserer Sponsoren und Coaches zu verdanken haben. Die Suche nach den Sponsoren gestaltete sich zunächst etwas schwierig, was vermutlich auch an unserem bisher fehlenden Bekanntheitsgrad lag. Und während des Workshops sind leider zwei Coaches ausgefallen, was die verbliebenen aber durch ihren Enthusiasmus kompensiert haben.

 Mit welchem Kenntnisstand sind die Teilnehmerinnen zu euch gekommen und wie ist es nun nach dem Workshop um ihre Programmierkenntnisse bestellt?

Der Kenntnisstand war sehr unterschiedlich, von der absoluten Anfängerin bis zur Webentwicklerin war alles dabei. Das haben wir versucht, in der Aufteilung der Arbeitsgruppen zu berücksichtigen, um niemanden zu langweilen oder zu überfordern. In zwei Tagen lernt natürlich niemand Programmieren, es geht eher um das „big picture“: Welche Bestandteile hat eigentlich so eine Webanwendung, wie unterscheiden sich Backend und Frontend, wie gehören die verschiedenen Elemente zusammen? Auf diesem Verständnis können die Teilnehmerinnen anschließend aufbauen und wenn sie Lust haben natürlich ihre App aus dem Workshop weiter gestalten.

where the magic happened...

…und so sahen die Arbeitsplätze aus, an denen wild programmiert wurde

Die größte Überraschung war der erstaunlich reibungslose Ablauf und dass alle Teilnehmerinnen mit realistischen Erwartungen in den Workshop gestartet sind. Es war außerdem toll zu sehen, mit wie viel Begeisterung sich die Coaches um die Teilnehmerinnen gekümmert haben.

Was planen die Rails Girls Leipzig für die Zukunft? Wird es weitere Workshops oder ähnliche Events geben?

Wir treffen uns nach wie vor alle zwei Wochen im Rahmen der Code Girls im sub:lab im Westwerk.  Dort wird es auf jeden Fall auch eine Ruby on Rails Arbeitsgruppe geben. Wir planen außerdem gerade eine monatliche Vortragsreihe namens „Digitales Wohnzimmer“, in deren Rahmen verschiedene Aspekte des digitalen Lebens beleuchtet werden sollen und die voraussichtlich im November oder Dezember startet. Für beide Projekte freuen wir uns natürlich immer über Neuzugänge, Referenten und Coaches, die ihr Wissen gerne teilen oder uns bei der Organisation unterstützen wollen.

Na dann wünschen wir den Code Girls auch in Zukunft rege Beteiligung an allen Stammtischen und Events. Auf dass die Frauenquote auch im Programmierer-Business allmählich ansteigt 🙂

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Albina

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