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Wie digital ist Deutschland? | D21-Digital-Index

Wie digital ist Deutschland? | D21-Digital-Index

Der D21-Digital-Index spiegelt das jährliche Lagebild zur sogenannten „Digitalen Gesellschaft“. Neue Technologien und wachsende Digitalisierung sind für viele Menschen ein Segen, für andere ein Fluch komplizierter Verfahren und undurchsichtiger Datenstrukturen. Der digitale Wandel ist praktisch unaufhaltsam und so möchte die Regierung, in Zusammenarbeit mit den Koryphäen des digitalen Zeitalters (Google, Telekom u.a.) feststellen, wie der deutsche Durchschnittsbürger mit dem digitalen Wandel Schritt hält. Daraus, so die Theorie, ließen sich anschließend notwendige Schritte und politische Handlungsfelder ableiten, um Internet-Phobie und konservativer Technologienutzung entgegenzuwirken.

Die Studie soll ein Spiegelbild des gesellschaftlichen Meinungsbildes zum Thema Technologie sein und ungenutzte Potentiale hinsichtlich der allgemeinen digitalen Kompetenz aufzeigen. “Eine systematische Vermittlung digitaler Fähigkeiten erfolgt bislang weder auf schulischer noch auf beruflicher Ebene. Vielmehr eignen sich die Menschen viele neue Fertigkeiten ‘on the job’ oder aus privatem Interesse an.”
 
 
1Quelle: Studie der Initiative D21: D21-Digital-Index 2017 / 2018, S. 8.
 

Zentrale Ergebnisse

Im Mittelpunkt der Untersuchung steht der sogenannte Digitalisierungsgrad der deutschen Bevölkerung. Dieser berechnet sich aus Werten der Möglichkeiten zum Zugang, zur Nutzung, dem Maß der Kompetenz und der Offenheit gegenüber neuer Technologien. 2017 stieg dieser Wert im Vergleich zu 2016 um 2 Punkte. Begründen lässt sich dieses Wachstum durch eine gesteigerte Kompetenz und Offenheit der Probanden. So positiv das Wachstum jedoch zu werten ist, so zeigt doch ein aktueller Wert von 53 Punkten auf einer Skala zwischen 0 und 100 genügend Luft nach oben.

Für über 80% der Bürgerinnen und Bürger gehört die Internetnutzung wie selbstverständlich zum Alltag. Auch die mobile Nutzung des Internets stieg auf 64%. Nicht zuletzt die hohe Verbreitung von Smartphones, Tablets und Notebooks hat dazu beigetragen. Gesellschaftliche Kontakte werden über soziale Medien gepflegt, Waren und Dienstleistungen vermehrt im Internet bestellt und immer mehr digitale Assistenten und Haushaltsroboter machen das Leben der Menschen leichter.

In Anbetracht des aktuellen Hypes bezüglich künstlicher Intelligenz und digitalen Sprachassistenten, mag es überraschen, dass sich ganze 47% der Befragten eher unwohl bei dem Gedanken fühlen, ihr Zuhause mit einem digitalen Assistenten zu teilen. Im Industriesektor (z.B. bei der Produktion) sind es sogar 50%, die ihren Roboter-Kollegen misstrauen.
 
 
2Quelle: Studie der Initiative D21: D21-Digital-Index 2017 / 2018, S. 17.
 

Aktuelle Trends

Es ist keine Überraschung, dass 99% der Menschen im Alter zwischen 14-29 das Internet nutzen. Interessant ist hingegen, dass die Generation über 50 mit 5%-Punkten den größten Anteil zum Gesamtzuwachs beiträgt. Gleichzeitig stammen ganze 94% der Offliner aus eben dieser Altersgruppe. Sie haben nach eigener Aussage generell kein Interesse am Internet und sehen für sich selbst darin keinen Vorteil.

Die Nutzungsmöglichkeiten des Internets und digitaler Anwendungen sind enorm. Als klarer Favorit zeichnete sich jedoch die Nutzung von Suchmaschinen aus, um nach Inhalten und Informationen zu suchen. Office-Programme für Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationen sowie das Anschauen von Online Videos auf Youtube folgen auf Platz 2 und 3.

Neben Facebook (41%) zählt Youtube (31%) zu den Lieblingen unter den sozialen Medien. „Fast alle der 14- bis 29-Jährigen nutzen soziale Medien, die Generation 30 bis 50 zu zwei Dritteln und die über 50-Jährigen nur noch zu einem Viertel.“ Der Youtube-Nutzungsanteil sinkt hingegen erst ab dem 60. Lebensjahr merklich.
 
 
3Quelle: Studie der Initiative D21: D21-Digital-Index 2017 / 2018, S. 20.
 

Segmentierung der Digitalen Gesellschaft

Die Kompetenzen und Meinungen zu Internet und digitalen Technologien gehen weit auseinander. Um bessere Rückschlüsse auf einzelne Bevölkerungsgruppen ziehen zu können, hat man diese anhand ihrer Wertungen im D21-Digital-Index in drei Hauptgruppen untergliedert – Digital Abseitsstehende, Digital Mithaltende und Digitale Vorreiter.

Digital Abseitsstehende (0-40 Pkt.) sind laut Index sowohl in Sachen Offenheit, als auch Kompetenz nur wenig für die Anforderungen einer digitalisierten Welt gewappnet. Als Digital Mithaltende (40-70 Pkt.) bezeichnet der Index den größten Teil der Bevölkerung mit 41%, der sich im Speziellen aus sogenannten Konservativen Gelegenheitsnutzern und Vorsichtigen Pragmatikern zusammensetzt. Personen mit einem Indexwert über 70 Punkten zählen zu den Digitalen Vorreitern und „besitzen ausgeprägte Kenntnisse digitaler Anwendungen, reagieren bei digitalen Themen enthusiastisch und nutzen digitale Technologien alltäglich.“
 
 
5Quelle: Studie der Initiative D21: D21-Digital-Index 2017 / 2018, S. 36 f.
 
Die Studie hat offenbart, dass noch immer ein alarmierendes Viertel der Bevölkerung im digitalen Abseits steht. „Ziel muss es daher sein, dass sich alle BürgerInnen, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Bildung, selbstbestimmt und kompetent in einer digitalisierten Welt bewegen können.“
 
 
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Ladet euch hier den kompletten D21-Digital-Index.
 
 

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Steven

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