Google Ads: die Vor- und Nachteile responsiver Suchanzeigen

Am 30. Juni ist es nun so weit. Wir müssen uns nach Jahren von unseren geliebten ETAs (Extended Text Ads) verabschieden. Google verabschiedet das Format zugunsten der RSAs (responsiven Suchanzeigen). Die alten Anzeigen bleiben zunächst weiter im Konto aktiv, können aber nicht mehr weiter neu erstellt, bearbeitet oder angepasst werden. Wie das unsere Anzeigen in der Google Suche beeinflusst und was die Vor- und Nachteile responsiver Ads sind, haben wir euch zusammen gefasst.

Was sind responsive Suchanzeigen (RSAs)?

Screenshot Google Ads

 

Google setzt hier einmal wieder machine learning ein. Nutzer:innen geben verschiedene Überschriften und Texte ein, welche die KI so variiert, um eine möglichst gute Klickrate zu erzeugen. Dies geschieht in Echtzeit und ist Nutzer:innen-abhängig.

 

 

 

  • Es können bis zu 15 verschiedene Überschriften angegeben werden
  • Zudem gibt es die Möglichkeit 4 verschiedene Beschreibungstexte zu hinterlegen

Google hat also hunderte Optionen, die Ad auszuspielen und zu testen, welche die besseren CTRs erzielt. Der Ad-Score gibt uns dabei Hinweise darauf, wie gut oder schlecht die ausgewählten Bestandteile der Anzeige bisher sind.

Tipps und Tricks für responsive Suchanzeigen

Screenshot Google Ads

  • Mindestens 10 Überschriften sind laut Google optimal, diese können kürzer und länger ausfallen (max. 30 Zeichen)
  • Jede Überschrift sollte einzigartig sein. Zu viele ähnliche Überschriften limitieren die Möglichkeiten der Kombinationen für Google
  • In mindestens 5 Überschriften sollten die Keywords der Anzeigengruppe enthalten sein. Auch Keyword-Insertion ist möglich.
  • Es sollten 3 Überschriften OHNE Keywords integriert werden. Diese können dann CTAs wie: Jetzt bestellen | Wir beraten Sie | kostenloser Versand usw. beinhalten
  • Die Beschreibungen sollten nicht aufeinander aufbauen, da man ja nicht garantieren kann, dass sie so auch ausgespielt werden
  • CTAs sollten in die Beschreibung integriert werden

Nachteile responsiver Suchanzeigen in Google Ads

Branding: Es gibt zwar die Möglichkeit, Überschriften an bestimmten Positionen anzupinnen, um sicherzustellen, dass diese dort ausgespielt werden, Google empfiehlt aber nicht, diese zu nutzen. Es limitiert ja stark, wie die Anzeigen ausgespielt und getestet werden können. Ohne angepinnte Überschriften kann es aber durchaus passieren, dass Markenbotschaften oder Kampagnenclaims überhaupt nicht ausgespielt werden.

Optimierung/Performance: Eigene Erkenntnisse für Wording und Zielgruppe durch Anzeigentests entfallen in Zukunft. Wir müssen lernen, auf Google und seine Daten zu vertrauen. Gerade bei erklärungsbedürftigen Produkten/Dienstleistungen zeigt sich aber, dass machine learning noch nicht immer besser performed als eine optimierte ETA.

Screenshot Google Ads

Vorteile responsiver Suchanzeigen in Google Ads

Zeitersparnis: die oben genannten Nachteile führen natürlich zu einem riesigen Vorteil. Wir sparen Zeit. Verschiedene Anzeigentexte zu kreieren, analysieren und gegeneinander zu testen kostet natürlich Zeit, die wir nun für andere Dinge verwenden können.

Achtung: Google empfiehlt tatsächlich auch nur eine RSA per Anzeigengruppe!

Performance: Hier sind wir noch zwiegespalten, wie ihr bereits lesen konntet. Allerdings schafft es machine learning in den meisten Fällen, die bessere Klickrate zu erzeugen und damit die Performance der Kampagne zu steigern.

Optimierung in Echtzeit: Ein absoluter Vorteil, den wir so händisch niemals hätten abbilden können. Die Top-Performer Ads werden herausgefiltert und in Echtzeit ausgeliefert, um immer eine möglichst gute Klickrate zu garantieren.

 

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