Social Media & SEA Update

Social Media & SEA Update

Ein kleines Social Media & SEA Update – Feb 2026.

Bisher feuert 2026 noch nicht die großen Feature-Feuerwerk-Momente ab – aber ein paar Änderungen sind trotzdem hängen geblieben, die man besser auf dem Schirm hat, bevor sie einem später auf die Füße fallen. Von neuen Analytics direkt in Edits über verlinkbare Reels bis hin zu „Metaverse fürs Arbeiten“ auf Abschiedstour: Hier kommen die wichtigsten News und Learnings kompakt zusammengefasst – inklusive ein paar klarer Take-aways für euren Alltag im Social Media- und Ads-Set-up.

Analytics direkt in Edits

In Edits können jetzt die wichtigsten Performance-Daten von Reels eingesehen  werden (z. B. Interaktionsraten, Top-Reels, Account-Entwicklung). Das hilft, um erfolgreiche Themen/Hooks datenbasiert zu erkennen – und die Insights können direkt dort (z. B. als PDF) exportiert und mit Partnern geteilt werden.

Links in Reels über Edits

Ab sofort können auch Links in Reels hinzugefügt werden – allerdings nur zu anderen Reels (eigenen oder fremden) oder zu Instagram-Accounts, nicht ins Web. Praktisch, um Episoden/Geschichten zu verbinden, Reaction-Reels zu erleichtern oder auf Accounts zu verweisen. Das verlinkte Reel erscheint als kleine Vorschau im Haupt-Reel.

Meta stellt Metaverse ein

Die VR-Büro-App Horizon Workrooms wird zum 16. Februar 2026 abgeschaltet, inklusive Löschung der zugehörigen Nutzerdaten. Parallel fährt Meta Reality Labs weiter zurück und streicht Jobs bzw. stellt Projekte ein – nach Jahren hoher Verluste und langsamer Marktentwicklung. Der Fokus wandert stattdessen stärker in Richtung KI und Wearables/AR, während das „Metaverse fürs Arbeiten“ damit faktisch beendet ist.

Metricool Social-Media-Studie 2026

In der aktuellen Metricool Social-Media-Studie 2026 sind die wichtigsten Learnings u. a.:

  • TikTok bleibt Reichweiten-Champion (trotz rückläufiger Kennzahlen) mit durchschnittlich 28.482 Views und 944 Interaktionen pro Video
  • Instagram verliert organische Sichtbarkeit (Karussells performen deutlich besser als Einzelbilder)
  • Facebook erlebt ein Video-Revival mit spürbar mehr Reichweite/Interaktionen (Videoformate haben 51 Prozent mehr Reichweite und 56 Prozent mehr Interaktionen)
  • YouTube bleibt der stabile Anker: Pro Video gibt es im Schnitt 30 % mehr Views – stark für Reichweite und Community-Aufbau
  • LinkedIn wird wählerischer: Karussells treiben die Interaktionen um 247 % nach oben, Umfragen erhöhen die Reichweite um 158 %
  • X wird noch stärker zur Debattenplattform: Die Interaktionen legen zu, während Link-Klicks spürbar an Bedeutung verlieren.

Zudem wird betont: 2026 zählen weniger Posting-Frequenz, sondern Relevanz, Formatlogik und echte Interaktion – Plattformen pushen Inhalte, die Nutzer binden und aktivieren; klassische Feed-Posts werden tendenziell schwächer.

Für Social-Media-Manager heißt das: plattformspezifischer denken (TikTok Discovery, Instagram eher erzählerisch/visuell, Facebook Video, LinkedIn selektiver mit Mehrwert, YouTube stabil, X stärker für Austausch).

Wiederbelebung von Google Ads Kampagnengruppen

Kampagnengruppen sind in Google Ads im Grunde ein Reporting- und Steuerungstool für mehrere Kampagnen mit einem gemeinsamen Ziel. Bereits vor über 10 Jahren gelauncht, waren sie in den letzten Jahren kein Bestandteil der Google Ads Oberfläsche und sind jetzt wieder in Erscheinung getreten.

  • Mit Kampagnengruppen können einzelne Kampagnen (z. B. Search + Shopping + Display + Video) gebündelt und somit die Gesamtleistung dieser Gruppe gegen ein einheitliches Leistungsziel gemessen werden (z. B. numerische Ziele, die für alle Kampagnen der Gruppe gelten)
  • Kampagnengruppen sind optional, und jede Kampagne kann nur in genau einer Kampagnengruppe sein
  • Wann ist die Nutzung sinnvoll? Wenn z. B. eine Initiative/Produktlinie („Open Day“, „Studiengang X“, „Brand Awareness Q2“) über mehrere Kampagnentypen gefahren und dafür ein konsistentes Ziel-Reporting und eine zentrale Sicht benötigt werden

 

Anrufanzeigen

Google Ads stellt die Ausspielung von Nur-Anrufanzeigen (Call-Only Ads) ein und setzt künftig auf Anruf-Assets (früher Anruferweiterungen) innerhalb responsiver Suchanzeigen. Ab Februar 2026 lassen sich keine neuen Call-Only Ads mehr anlegen, und ab Februar 2027 werden bestehende Anzeigen nicht mehr ausgespielt – wer weiterhin Anruf-Leads generieren will, sollte daher zeitnah umstellen.

Das Wichtigste zur Umstellung:

  • Alternative: Responsive Suchanzeigen nutzen und Anruf-Assets ergänzen
  • Vorteil: Anruf-Assets können zusätzlich zur Telefonnummer auch Anzeigentext und Website-Verlinkungen anzeigen – das kann die Darstellung flexibler machen und die CTR positiv beeinflussen
  • To-do: Bestehende Nur-Anrufanzeigen auf Anruf-Assets umstellen, um die Anruf-Performance zu sichern

 

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Kerstin

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