Schon seit einiger Zeit wird gemunkelt, dass Carousel-Posts auf Instagram gepusht werden und dem Reel-Format Konkurrenz machen.
Was dran ist und wie du Carousel-Posts einsetzen kannst, erfährst du hier:
Was sind Carousel-Posts und was können sie?
Bereits seit 2017 können Instagram-Nutzer:innen nicht nur Einzelfotos, sondern auch Beiträge mit mehreren Bildern auf einmal posten. Bis 2024 waren hier maximal 10 und seit knapp 2 Jahren bis zu 20 Bilder pro Beitrag möglich.
Genutzt werden sie vorwiegend für Rückblicke, Informatives und Storytelling. Auch Videos können Teil der Carousel-Beiträge sein, was sie besonders vielseitig macht.
Seit ein paar Wochen ist es Nutzer:innen zudem möglich, einzelne Bildunterschriften pro Bild zu verfassen und die Caption somit neu zu beleben und auf das individuelle Slide anzupassen.
Carousel-Posts vs. Reels
Immer mehr Brands und Creator:innen schwören auf den Push von Carousel-Posts und predigen, sie nicht zu vernachlässigen.
Reels stehen ihnen tatsächlich in einigen Belangen nach – doch nicht in allen:
Wenn es um Reichweite geht, erzielen Reels im Schnitt noch immer bessere Ergebnisse.
Doch vor allem bei der Engagement-Rate können Carousel-Posts punkten: Mit keinem anderen Instagram-Format wird so viel interagiert, wie mit diesem. Auch die Verweildauer auf einem Carousel-Post ist im Durchschnitt deutlich länger, als die Watchtime von Reels. All das macht Carousel-Posts zu einem wertvollen Format zur Kund:innen-Gewinnung, für Austausch und Innovation.
Und noch einen weiteren Vorteil haben die Slide-Posts gegenüber dem 9:16-Bewegtbild:
Wischt man ein Reel weiter, weil es einen nicht interessiert, wird es nicht noch einmal im Feed angezeigt. Macht man das mit einem Carousel-Post, ohne sich mehrere Slides anzusehen, wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit noch einmal ausgespielt – mit einem anderen Slide als Vorschaubild.
So hat man mit einem Carousel-Post mehrere Chancen, Nutzer:innen zu catchen und auf den Beitrag zu ziehen – bei einem Reel nicht.
Wie verwende ich Carousel-Posts richtig?
Carousel-Posts sind gemacht für Storytelling. Egal ob zu Privatem (zum Beispiel in einem Monatsrückblick), Transformationen (Vorher-Nachher, Werdegang etc.), Informativem (durch anschauliche Grafiken und leicht verdauliche Wissenshäppchen) oder Tutorials – die Möglichkeiten sind endlos.
Egal welche Geschichte du mit deinem Carousel-Post erzählen möchtest – wichtig für Nutzer:innen und den Algorithmus ist, dass man dranbleiben möchte und alles Relevante zum Thema auf den Slides zu finden ist. Besonders wichtig ist hier, die Texthäppchen AUF den Bildern zu platzieren, anstatt sie in die Caption zu verbannen.
Behalte immer im Hinterkopf: Diese Posts haben das Ziel, gespeichert zu werden und zu weiterer Interaktion anzuregen.
Fazit
Carousel-Posts ersetzen Reels zwar nicht, sollten im Content-Mix jedoch keinesfalls vernachlässigt werden. Beide Formate haben unterschiedliche Stärken und können gemeinsam besonders effektiv eingesetzt werden.
Instagram pusht Carousel-Posts tatsächlich und baut das Format regelmäßig aus – auch von Nutzer:innen wird es gut angenommen und sorgt für viel Interaktion. All das spricht dafür, dass wir noch sehr lange Freude an diesem Format haben werden und es sich lohnt, ihm mehr Beachtung zu schenken.
Mehr zu den aktuell zu beachtenden Safezones auf Instagram und TikTok, findet ihr übrigens in Katharinas Blogartikel.
Elisabeth
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