Egal ob Weihnachtsfeier-Video für den Unternehmensaccount, Zusammenschnitte aus dem Urlaub oder Bewegtbild für Branded Content – an den Videobearbeitungs-Tools „CapCut“ und „Edits“ kommt aktuell niemand vorbei.
Aber wo liegen eigentlich die Unterschiede zwischen den beiden Apps und wie entscheide ich, welche ich für den Videoschnitt am besten benutze?
CapCut: das Pro-Tool zu TikTok
Nach dem großen Erfolg von TikTok, brachte das chinesische Unternehmen Bytedance 2019 das Videobearbeitungs-Tool CapCut auf den Markt.
Abgestimmt, auf die sich immer weiter entwickelnden Trends und Effekte, findet man hier fast alles, was das Bearbeitungs-Herz begehrt.
Pros von CapCut
- Umfangreiches Angebot an Bearbeitungstools (aufwendige Übergänge, Memes und Vorlagen inklusive)
- Entwickelt sich extrem schnell weiter und bietet neue Bearbeitungsmöglichkeiten dem Bedarf entsprechend an
- Durch viele smarte KI-Algorithmen und -Tools werden aufwendige, manuelle Anpassungen überflüssig und selbst Social-Media-Newbies können schnell und einfach hochwertige Videos erstellen.
Cons von CapCut
- Interface und umfangreiche Möglichkeiten können zu Beginn etwas überfordern
- Mittlerweile ist für viele Tools und Designs ein Bezahl-Abo notwendig. Auch hierfür gibt es verschiedene Abstufungen und oft bemerkt man Bezahlfunktionen erst, wenn man das fertig bearbeitete Video herunterladen möchte.
- Seit Juni 2025 gelten bei CapCut neue Nutzungsbedingungen, die Bytedance umfangreiche und teilweise unbegrenzte Nutzungs-, Vervielfältigungs- und Bearbeitungsrechte an erstelltem und hochgeladenem Material einräumen. Das bedeutet sowohl für Unternehmen, als auch Creator:innen: Kontrollverlust über die eigenen Inhalte.
Vor allem aufgrund der Änderungen der Nutzungsrechte wendeten sich im letzten Jahr bereits viele User:innen von CapCut ab und fanden in Edits eine mögliche Alternative:
Edits: die Meta-Antwort für Instagram
Anfang 2025 veröffentlichte Meta einen eigenen Video-Editor – im gleichen Look-and-Feel, wie ihre App Instagram.
Edits ist sowohl im Aussehen, als auch in der Auswahl der Tools wesentlich übersichtlicher als CapCut, überzeugt aber durch die Passgenauigkeit für Instagram-Reels und einfaches Handling.
Pros von Edits
- Übersichtliches Interface und einfache Anwendung – gerade für schnelle Bearbeitungen eignet es sich optimal.
- Mit Edits erstellte Reels werden vom Instagram Algorithmus bevorzugt und erhalten somit höhere Reichweiten und bessere Sichtbarkeit. Gerade für Creator:innen, die hauptsächlich auf Instagram posten, ist das ein entscheidender Faktor.
- Bisher sind alle Tools und Inhalte der App kostenlos nutzbar und ein zusätzliches Abonnement ist nicht notwendig.
Cons von Edits
- Begrenztere Möglichkeiten der Videobearbeitung
- Tools werden langsamer erweitert und brauchten bisher auch etwas länger, um optimiert zu werden
Fazit
Sowohl CapCut, als auch Edits bringen trotz einiger Gemeinsamkeiten verschiedene Vor- und Nachteile mit sich. Mit welcher App ihr am besten arbeitet, hängt also von individuellen Faktoren ab, wie z.B.
- Risikobereitschaft (gerade bzgl. der kritisierten Nutzungsrechte von CapCut),
- Benötigte Tool-Bandbreite,
- Erfahrung im Videoschnitt,
- App, auf der das Video schlussendlich geteilt werden soll
Welche App nutzt ihr aktuell für die Videobearbeitung?
Ein weiteres, spannendes Tool zur Bild- und Videoerstellung, stellt euch Katharina übrigens in ihrem Blogartikel zu Envato KI-Gen vor.
Elisabeth
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