Google Ads für Verlage

BookTok geht auf TikTok durch die Decke – und ja: Das ist aktuell einer der stärksten Treiber für Hype, Community und organische Reichweite rund um Bücher. Aber genau deshalb sollten Verlage Google Ads nicht vernachlässigen. Denn während TikTok Interesse weckt, fängt Google Menschen ab, die bereits konkret suchen – nach Autor:innen, Reihen, Genres, Rezensionen, „ähnlich wie…“ oder direkt nach dem besten Preis. Google ist der Moment, in dem aus Inspiration eine Kaufentscheidung wird.

Warum Google Ads so gut zu Büchern passt

Wer nach Büchern sucht, ist oft schon ein gutes Stück weiter als „nur interessiert“. Viele haben bereits eine konkrete Vorstellung – etwa eine bestimmte Autor:in, eine Reihe, ein Genre oder eine aktuelle Neuerscheinung. Auch wenn es „nur“ die Suche nach Inspiration ist, steckt dahinter meist ein klares Bedürfnis: Was lese ich als Nächstes – und wo bekomme ich es?

Genau hier spielt Google Ads seine Stärke aus: Du erreichst potenzielle Käufer:innen direkt in dem Moment, in dem sie aktiv recherchieren. Das ist ein entscheidender Unterschied zu vielen Social-Plattformen, wo man eher inspiriert wird, ohne direkt kaufen zu wollen. Bei Google triffst du Menschen, die schon in der Auswahl stecken – und damit ist die Wahrscheinlichkeit deutlich höher, dass sie nicht nur klicken, sondern auch weiterstöbern und am Ende wirklich kaufen.

Kampagnenstruktur: Nach Reihen aufteilen (damit du skalieren kannst)

Für Verlage ist eine saubere Struktur besonders wertvoll – vor allem, wenn mehrere Titel parallel beworben werden. Eine bewährte Herangehensweise ist, Kampagnen nach Reihen zu organisieren. So lassen sich Inhalte, Budgets und Learnings deutlich besser steuern.

So kann der Aufbau aussehen:

  • Eine Kampagne pro Reihe, um die Kommunikation und Ausspielung klar zu bündeln
  • Unterteilung in Anzeigengruppen nach Band oder Schwerpunkt, z. B.:
    • einzelner Band / Neuerscheinung innerhalb der Reihe
    • weitere Bände zur Fortsetzung
    • Sammelbände oder Bundle-Varianten
    • unterschiedliche Formate (Print, E-Book, Hörbuch)

 

Vorteil: Du kannst Budgets gezielt priorisieren (z. B. neue Bände stärker pushen), behältst die Performance je Reihe im Blick und kannst Maßnahmen einfacher skalieren.

Autor:innen als eigenes Kampagnenfeld

Autor:innen sind häufig echte Marken und ziehen eine treue Leserschaft mit. Deshalb lohnt sich eine eigene Struktur für Autor:innen, besonders wenn sie mehrere Titel oder Reihen im Programm haben.

So kannst du das abbilden:

  • Eine Kampagne oder ein eigener Bereich pro Autor:in
  • Anzeigengruppen nach Titeln, Reihen oder Schwerpunkten (z. B. Neuerscheinung vs. Backlist)
  • Ergänzend: besondere Editionen, exklusive Inhalte oder Event-bezogene Kommunikation (falls relevant)

 

Quelle. Google Suchergebnisse

 

Tipp: In responsiven Suchanzeigen kannst du unterschiedliche Botschaften testen – z. B. Neuerscheinung, Bestseller, limitierte Edition oder besondere Ausstattung – und so herausfinden, was bei der Zielgruppe am besten funktioniert.

 

Genres & Arten der Romane: Leser:innen über Interessen abholen

Nicht alle starten ihre Recherche mit einem konkreten Titel oder Namen. Viele suchen nach Stimmung, Genre oder Leseerlebnis – besonders in stark emotionalen Kategorien wie Romance, Romantasy, Fantasy, Thriller oder New Adult.

So kannst du Genre-Kampagnen aufbauen:

  • Pro Genre ein eigener Kampagnenbereich
  • Anzeigengruppen nach Sub-Genres, Themen oder typischen Motiven (z. B. spannend, düster, humorvoll, romantisch)
  • Ergänzend: Fokus auf Neuerscheinungen, Empfehlungen oder saisonale Highlights innerhalb des Genres

 

 

Quelle. Google Suchergebnisse

Wichtig: Diese Kampagnen funktionieren am besten, wenn die Landingpage das Genre wirklich „auffängt“ – z. B. mit klarer Auswahl, passenden Titeln, sinnvollen Filtern und einer guten Nutzerführung.

 

Sale & Aktionen: Schnell Reichweite, schnell Abverkauf

Aktionen sind für Google Ads perfekt – weil die Nachfrage in solchen Phasen stark steigt und Nutzer:innen bewusst nach Deals suchen.

Setups, die sich bewährt haben:

  • „Sale“-Search-Kampagne mit Keywords wie „bücher sale“, „buch günstiger“, „bücher rabatt“, „ebook angebot“
  • Anzeigenbotschaften klar und zeitlich:
    • „Nur bis Sonntag: -20% auf …“
    • „Aktion: Gratis Versand ab …“
    • „Limited Edition verfügbar“

 

Pro-Tipp: Plane Aktionen als eigene Kampagne mit eigenem Budget, damit sie nicht „nebenbei“ laufen und untergehen.

Das beste Setup: Ein Mix aus Search, Performance Max, Demand Gen & Shopping

Wenn du Google Ads für Verlage richtig rund aufstellst, ist es kein Entweder-oder, sondern ein gutes Gemisch:

Search (Pflicht)

  • Fängt die hoch-intent Suchen ab (Titel, Autor, Reihe, Genre + „kaufen“)
  • Ideal für: Neuerscheinungen, Backlist, Reihenfortsetzungen, Aktionen

 

Performance Max (PMax)

  • Skaliert über Google-Kanäle hinweg (inkl. Shopping/Discover/YouTube etc.)
  • Ideal für: breitere Zielgruppen, Bestseller, „always-on“ Abverkauf
  • Wichtig: gute Creatives + saubere Produktdaten + sinnvolle Asset-Gruppen (z. B. nach Reihe/Genre)

 

Demand Gen

  • Stark für Inspiration in visuell geprägten Umfeldern (z. B. YouTube/Discover/Gmail)
  • Ideal für: Buchcover, Trailer, Autor:innen-Brand, Pre-Launch-Phasen

 

Shopping (wenn du direkt verkaufst)

  • Perfekt, wenn ein Shop/Shop-Feed vorhanden ist (ISBN, Titel, Preis, Verfügbarkeit)
  • Ideal für: konkrete Kaufabsicht, Preisvergleiche, Geschenk-Saisons (Weihnachten, Ostern, Ferien)

 

Merke: Search holt Käufer:innen ab, PMax & Demand Gen erweitern Reichweite – Shopping macht den Abverkauf effizient.

Praxis-Tipps, die Verlage sofort besser machen

  • Landingpages müssen zur Anzeige passen
    Wer auf eine Anzeige klickt, möchte ohne Umwege genau das finden, was erwartet wird. Deshalb sollten Nutzer:innen nicht auf der Startseite „abgesetzt“ werden, sondern direkt auf der passenden Detail- oder Übersichtsseite landen – z. B. beim richtigen Band einer Reihe, der passenden Ausgabe oder einer thematisch passenden Kategorie.
  • Lesebedürfnisse und Motive mitdenken
    Gerade in Genres wie Romance oder Romantasy suchen viele nicht nur nach Titeln, sondern nach bestimmten Stimmungen, Dynamiken und „Must-haves“. Wenn du diese Interessen in deiner Struktur und in den Anzeigen aufgreifst, wirkt die Ansprache deutlich relevanter – und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass Menschen hängen bleiben.
  • Assets & Creatives ernst nehmen
    Bei Büchern entscheiden oft wenige Sekunden und ein starker erster Eindruck. Gute visuelle Assets (Cover, Reihenoptik), kurze klare Hooks, knackige Video-Snippets sowie Social Proof wie Zitate oder Rezensionen machen einen spürbaren Unterschied. Ergänzend helfen klare USPs, z. B. besondere Ausstattung, Bonusinhalte oder limitierte Editionen.
  • Aktionen sichtbar und leicht auffindbar machen
    Sales und zeitlich begrenzte Aktionen funktionieren besonders gut, wenn sie eindeutig kommuniziert werden – mit klarer Botschaft, gut sichtbaren Erweiterungen und einer Landingpage, die die Aktion sofort erklärt. Zusätzliche Links zu relevanten Bereichen (Neuheiten, Bestseller, Reihen, E-Books) reduzieren Reibung und erhöhen die Conversion-Chance.
  • Messung sauber aufsetzen
    Damit Kampagnen wirklich optimiert werden können, sollten die wichtigsten Schritte nachvollziehbar getrackt werden – vom Kauf bis zu vorgelagerten Aktionen wie Warenkorb oder Checkout-Start. Ergänzende Ziele wie Newsletter-Anmeldungen oder Klicks auf Leseproben können zusätzlich helfen, die Wirkung auch dann zu bewerten, wenn der Kauf nicht sofort passiert.

Fazit: BookTok bringt Buzz – Google Ads bringt Nachfrage in den Checkout

TikTok kann den Hype starten, keine Frage. Aber Google ist der Moment, in dem Menschen entscheiden: „Welches Buch kaufe ich – und wo?“ Verlage, die Google Ads strategisch nutzen (Reihen, Autor:innen, Genres, Aktionen) und den richtigen Mix aus Search, PMax, Demand Gen und Shopping einsetzen, holen sich genau diese Nachfrage ab – planbar, messbar und skalierbar.

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Michaela

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Hallo, ich bin Michaela und unterstütze die Klickkomplizen seit Oktober 2021 vor allem im Bereich SEA. Ich brenne für Google Ads und bin immer Neuheiten auf der Spur.
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