Wo eure Meta Ads erscheinen, ist mindestens genauso wichtig wie die Frage, wen ihr damit erreicht. Schließlich soll eure Werbung nicht nur Aufmerksamkeit erzeugen, sondern auch in einem Umfeld ausgespielt werden, das zu eurer Marke passt. Genau hier kommen die Brand-Safety und Brand-Suitability Einstellungen von Meta ins Spiel.
Bereits 2022 haben wir euch in unserem Blogartikel „Meta Brand Safety – Steuern, wo eure Ads (nicht) ausgeliefert werden“ gezeigt, wie ihr das Umfeld eurer Werbeanzeigen beeinflussen könnt. Damals ging es vor allem um die grundlegenden Funktionen im Meta Business Manager: Content-Filter, Blockierlisten, Publisher-Listen und Auslieferungsberichte. Außerdem haben wir erklärt, wie ihr bestimmte Themen, Inhalte und Platzierungen ausschließen könnt.
Diese Grundlagen sind weiterhin relevant. Seitdem hat Meta seine Möglichkeiten zur Kontrolle des Werbeumfelds allerdings deutlich erweitert. Neue Inventarfilter, individuelle Content-Blockierlisten und zusätzliche Werbeplatzierungen bieten Unternehmen heute mehr Optionen, die Ausspielung ihrer Anzeigen an die eigene Marke anzupassen.
Wir zeigen euch, was sich verändert hat und welche Neuerungen für eure Meta-Kampagnen besonders interessant sind.
Brand Safety und Brand Suitability: Wo liegt der Unterschied?
Brand Safety beschreibt den Schutz einer Marke vor grundsätzlich problematischen oder schädlichen Werbeumfeldern. Dazu gehören beispielsweise Inhalte, die gegen Plattformrichtlinien verstoßen oder als ungeeignet für Werbung eingestuft werden.
Brand Suitability geht einen Schritt weiter. Hier geht es darum, ob ein grundsätzlich zulässiger Inhalt auch tatsächlich zum jeweiligen Unternehmen und dessen Markenwerten passt. Denn nicht jedes Umfeld, das für Werbung freigegeben ist, muss automatisch für jede Marke geeignet sein.
Neue Inventarfilter für Facebook und Instagram Feed und Reels
Eine der wichtigsten Weiterentwicklungen betrifft die Inventarfilter, diese gab es auch 2022 schon, wurden aber etwas vertieft. Mit diesen können Werbetreibende beeinflussen, neben welchen organischen Inhalten ihre Anzeigen erscheinen dürfen. Dafür bietet Meta drei unterschiedliche Schutzstufen an:
- Expanded Inventory: Die großzügigste Einstellung, die möglichst viele geeignete Werbeumfelder zulässt und damit weniger Einschränkungen bei der Auslieferung vorsieht.
- Moderate Inventory: Eine mittlere Schutzstufe, die zusätzliche sensible Inhalte ausschließt und gleichzeitig eine vergleichsweise breite Auslieferung ermöglicht.
- Limited Inventory: Die strengste Einstellung, bei der weitere potenziell sensible Inhalte ausgeschlossen werden, um das Werbeumfeld stärker einzugrenzen.
Was bedeutet das für eure Kampagnen?
Ihr könnt das gewünschte Schutzniveau stärker an den Bedürfnissen eurer Marke ausrichten. Allerdings solltet ihr beachten, dass strengere Filter auch die verfügbaren Werbeumfelder einschränken können, was sich auf eure Reichweite und eure Kosten auswirken. Allerdings sind nicht alle Filter für jede Platzierung verfügbar.
Mehr Kontrolle durch individuelle Content-Blockierlisten
Seit 2025 stehen für Facebook und Instagram Feed sowie Reels zusätzlich Content-Blockierlisten von externen Partnern zur Verfügung. Der entscheidende Unterschied: Statt ausschließlich einzelne Publisher auszuschließen, können Unternehmen nun auch bestimmte Inhaltskategorien für ihr Werbeumfeld blockieren lassen. Besonders interessant: Die Content-Blockierlisten lassen sich sowohl ergänzend zu den bestehenden Inventarfiltern als auch unabhängig davon einsetzen.
Was bedeutet das für eure Kampagnen?
Die Blockierlisten ermöglichen eine individuellere Steuerung des Werbeumfelds.
Meta erweitert die Brand-Safety-Kontrollen auf Threads
Auch bei den unterstützten Plattformen hat sich etwas getan. Mit Threads ist ein weiterer Werbekanal zum Meta-Universum hinzugekommen.
Als Meta Anfang 2025 mit der Einführung von Werbung auf Threads begann, wurden bereits Inventarfilter zur Steuerung des Werbeumfelds berücksichtigt und im Mai 2026 folgte ein weiterer wichtiger Schritt: Die Content-Blockierlisten von Drittanbietern wurden auf den Threads-Feed ausgeweitet.
Was bedeutet das für eure Kampagnen?
Wenn ihr Threads als zusätzlichen Werbekanal nutzt, müsst ihr beim Thema Brand Suitability nicht ausschließlich auf die grundlegenden Sicherheitsrichtlinien der Plattform vertrauen.

Was ihr bei euren Meta-Kampagnen jetzt beachten solltet
Die neuen Funktionen bieten mehr Möglichkeiten, das Werbeumfeld gezielt zu steuern. Trotzdem bedeutet mehr Kontrolle nicht automatisch, dass möglichst viele Inhalte ausgeschlossen werden sollten. Bei der Planung eurer Meta-Kampagnen empfehlen wir euch deshalb, folgende Punkte zu berücksichtigen:
- Legt klare Anforderungen an euer Werbeumfeld fest: Überlegt zunächst, welche Inhalte tatsächlich problematisch für eure Marke sind. Nicht jede sensible Themenkategorie muss automatisch ausgeschlossen werden.
- Überprüft eure Inventarfilter: Schaut euch an, welche Filterstufen für eure genutzten Platzierungen verfügbar und eingestellt sind. Besonders bei länger laufenden Kampagnen lohnt sich eine regelmäßige Kontrolle.
- Prüft, ob zusätzliche Content-Blockierlisten sinnvoll sind: Für Unternehmen mit speziellen Anforderungen an die Markenkommunikation können die Lösungen externer Partner eine interessante Ergänzung sein.
- Behaltet eure Kampagnenperformance im Blick: Umfangreiche Einschränkungen können sich auf die Auslieferung auswirken. Beobachtet deshalb wichtige Kennzahlen wie Reichweite, CPM oder Kampagnenergebnisse, wenn ihr eure Einstellungen verändert.
- Berücksichtigt neue Werbeplatzierungen: Wenn ihr neben Facebook und Instagram auch Threads für eure Werbung nutzt, solltet ihr prüfen, welche Brand-Safety- und Brand-Suitability-Einstellungen dort zur Verfügung stehen.
Fazit: Mehr Möglichkeiten, aber auch mehr Entscheidungen
Seit unserem letzten Blogartikel hat sich bei Meta Brand Safety einiges verändert. Besonders die erweiterten Inventarfilter für Feed und Reels, individuelle Content-Blockierlisten durch Drittanbieter und die neuen Kontrollmöglichkeiten für Threads bieten Werbetreibenden mehr Spielraum.
Die grundsätzliche Herausforderung bleibt aber gleich: Eure Anzeigen sollen nicht nur die richtigen Menschen erreichen, sondern auch in einem Umfeld erscheinen, das zu eurer Marke passt. Unser Tipp: Werft regelmäßig einen Blick in eure Brand-Safety- und Brand-Suitability-Einstellungen. Denn mit neuen Platzierungen und Funktionen können auch neue Anforderungen an eure Kampagnen entstehen.
Und wenn ihr noch einmal die Grundlagen zu Content-Filtern, Publisher-Listen, klassischen Blockierlisten oder Auslieferungsberichten nachlesen möchtet, findet ihr diese in unserem ursprünglichen Beitrag zu Meta Brand Safety aus 2022.
Lea
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