Die Wirkung von Farben im Marketing

Die Wirkung von Farben im Marketing

Mit Farben Marken-Identität kommunizieren


Unterschiedliche Wirkung von Farben auf Produktnamen

Farben gehören zur Identität eines Unternehmens, man findet sie in Ihrem Corporate Design, Internetseite, Logo und Briefpapier sind farblich aufeinander abgestimmt. Manche Firmen lassen sich Ihr Farbmuster sogar patentieren (z.B. die Telekom). Eine auffällige Farbe bleibt den Menschen im Gedächtnis, die Marke wird besser und schneller wahrgenommen. Neben einer Wort- und einer Bildmarke sollte man also die Farbmarke als drittes Modell des Logodesigns in Betracht ziehen. Farbe erreicht Aufmerksamkeit, ob nun im Logo an sich, oder in der Gestaltung der Webseite. Wenn Sie die Augen schließen, erinnern Sie sich dann noch an die Farbe des Klickkomplizen Blogs?

Mit Farben Kundenbewusstsein erreichen

Das menschliche Auge unterscheidet bis zu 10.000 Farbtöne, sowie deren Sättigung und Helligkeit. Dabei erreicht man mit dem gezielten Einsatz verschiedener Farben auch meistens gewünschte Assoziationen bei den Kunden, bzw. werden Farben auch im Volksmund mit gewissen Eigenschaften in Verbindung gebracht. Grün ist beispielsweise die Hoffnung, Blau wird mit Freiheit assoziiert und Rot mit der Liebe. Im Marketing und Corporate Design Ihrer Firma sollten Farben dabei ganz besonders auf das Verhalten der Kunden getestet werden. Eine Farbe kann darüber entscheiden, ob der Kunde Vertrauen in Ihr Produkt fasst, Ihre Marke wieder erkennt oder, bei Einsatz einer falschen Farbe, auch eine Kaufentscheidung des Kunden negativ beeinflussen. Gelbtöne, Rottöne und Orangetöne werden von Kunden oft energiegeladener und extrovertierter wahrgenommen, während Grüntöne, Blautöne und Violettöne mehr Ruhe ausstrahlen und introvertierter erscheinen. Zudem unterscheidet man „warme“ Farben von „kalten“ Farben. So können Geschäftsräume, die die Stimmung Ihrer Kunden erhöhen sollen, in warmen roten Tönen gestaltet werden und ebenso die Werbemittel der Firma. Grüne Werbemittel oder Geschäftsräume versprechen dem Kunden hingegen Ruhe und Entspannung.

Gelbtöne = Impulsiv, Liebevoll, Aufregend, Herzlich, Fröhlich

Rottöne = Gesellig, Anregend, Temperamentvoll, Attraktiv, Stark

Grüntöne = Gesund,  Entspannt, Natur, Bewußtsein

Blautöne = Ruhig, Friedlich, Kühl, Frei

Aber Vorsicht, die Kombination der Farben kann die Eindrücke schon wieder vollkommen verändern. Vergleichen Sie doch einmal den Unterschied der Wirkung von Gelb auf Braun bzw. Violet und überlegen Sie, in welcher Kombination es wohl mehr Kraft besitzt Kunden anzuziehen.

Durch den geschickten Einsatz von Farben im Marketing kann der Kunde also eine Bindung zu Ihrem Produkt herstellen, er assoziiert Ihr Produkt/Ihre Marke mit einer Farbe und diese wiederrum mit einer besonderen Eigenschaft. Als Wellness-Oase sollte man sich also zweimal überlegen, ob man lieber Rot- oder Grüntöne einsetzt.

Farbwahrnehmung im Internet und auf Webseiten

Da die Identität eines Unternehmens heute jedoch nichtmehr nur auf Papier verwirklicht wird, sollte man auch die Wirkung verschiedener Farben auf modernen Werbemitteln, wie nicht zuletzt der eigenen Firmen-Webseite berücksichtigen. Farben beeinflussen die Wahrnehmung Ihrer Kunden und sollten daher auf allen Medien für das Auge gleich „angenehm“ wirken. Zunächst sind die webfähigen Farben viel begrenzter als die Farben, die man auf Papier bringen kann. Auf Papier arbeitet man mit Farbpigmenten, die das Licht reflektieren und nicht strahlen. Die Farben auf Bildschirmen werden aus den Primärfarben Rot, Grün und Blau gemischt. Diese Monitorfarben bestehen aus Licht und werden daher vom Auge ganz anders wahrgenommen, als Farben auf Papier, welche natürlich weniger „leuchten“. Ein knalliges Rot kann also am leicht flimmernden Computerbildschirm schnell abschreckend wirken, ein warmer Orangeton jedoch anregend.

Im  Webdesign stehen blaue Farben oft für Kraft, Vetrauen und Macht. Als Beispiel könnte man die Webseite der Deutschen Bank sehen. Grün steht oft für Webseiten, die etwas mit Natur oder Entspannung zu tun haben, in Kombination mit Rot-oder Orangetönen aber auch für Innovation. Bei Lebensmitteln sollte man Grün nicht als bevorzugte Farbe der Webseite wählen (hier wird Grün leicht mit Krankheit verbunden).

Eine gute Werbefirma achtet von Beginn an darauf, nur webfähige Farben für Ihr Corporate Design zu verwenden um später zu verhindern, dass alle Werbemittel neu aufgesetzt werden müssen, weil z.B. die Webseite sonst nicht dem CD entspricht.

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