Stellenanzeige als Facebookbeitrag einstellen

Stellenanzeige als Facebookbeitrag einstellen

Für viele Unternehmen wird es immer wichtiger gut ausgebildete Fachkräfte auch über die sozialen Netzwerke zu rekrutieren. Ein Grund mehr für Facebook, Unternehmen in Sachen Personalmarketing neue Funktionen bereitzustellen. So auch, das bisher nur für Fanpages mit US-Englischen Spracheinstellungen lancierte Beitragsformat „Job“, welches Unternehmen die Möglichkeit bietet Stellenanzeigen direkt als Beitragsart auf ihrer Timeline zu veröffentlichen, wie Thomas Hutter kürzlich berichtete.

So funktioniert die Facebook Beitragsart „Job“

Postet ein Unternehmen eine Stellenanzeige direkt als Beitragsart „Job“, dann werden diese Beiträge unter einem neuen Fanpage-Tab „Jobs“ gesammelt angezeigt, wie in einer facebookinternen Stellenbörse.

Die Beitragsart „Job“ soll zukünftig neben den üblichen Formaten „Status“ oder „Foto“ im dritten Reiter der Beitragsarten aufzufinden sein, wo bisher Angebote, Meilensteine, Veranstaltungen und Notizen veröffentlicht werden können. Bei Fanpages mit US-Englischer Spracheinstellung ist die Funktion bereits vorhanden.

Beitragsformat Job Facebook

Quelle: Eigene Darstellung / Thomas Hutter

Wählt man die Funktion „Job“ für einen Beitrag aus, öffnet sich eine Eingabemaske, um die klassischen Informationen rund um einen Job zu hinterlegen:

  • Einleitung (bis zu 90 Zeichen)
  • Foto
  • Stellentitel (bis zu 50 Zeichen)
  • Ort
  • Lohn
  • Art des Jobs (Teilzeit/Vollzeit)
  • Details (Beschreibung mit bis zu 5000 Zeichen)

Bewerbung über die Beitragsart „Job“

Klickt ein Bewerber auf den hinterlegten „Apply Now“ Button, öffnet sich eine weitere Eingabemaske, in der der Nutzer neben seinen Kontaktdaten, eine Begründung für seine Bewerbung angeben kann. Des Weiteren fügt Facebook die bisher im Facebook-Profil hinterlegte Berufserfahrung automatisch hinzu. Die einzelnen Jobpositionen kann der Bewerber jedoch auch manuell wieder entfernen oder weitere hinzufügen. Bisher ist es leider nicht möglich, Dokumente mit der Bewerbung einzureichen.

Sendet ein Nutzer seine Bewerbung ab, so erhält das Unternehmen diese direkt als Nachricht über den Facebook Messenger.

Für wen ist die Beitragsart „Job“ sinnvoll?

Denkt man an Personalmarketing, dann denkt man mit Sicherheit zuerst an soziale Netzwerke wie Xing oder LinkedIn, statt an Facebook. Mit der flächendeckenden Einführung des Beitragformats „Job“, könnte Facebook diese Denkweise für sich positiv verändern. Besonders kleine und mittlere Unternehmen könnten für sich die Chance wittern, über das neue Beitragsformat, günstiger Stellenanzeigen zu schalten, als auf einschlägigen Online-Jobbörsen.

Bedenkt man jedoch, dass es bereits seit Jahren möglich ist, Stellenanzeigen in Form von Facebookwerbung zu schalten, dann stellt sich plötzlich die Frage nach der Sinnhaftigkeit dieses neuen Beitragformats.

Bisher als Werbeanzeige geschaltete Stellenanzeigen führten den Nutzer per Klick immer auf die Karriere-Landingpage des Unternehmens. Der Fakt, dass über den Job-Tab versendete Bewerbungen, direkt als Nachricht im Facebook Messenger landen, ist von Facebook selbstverständlich gut durchdacht, da sowohl der Recruiter, als auch der Bewerber auf der Plattform gehalten werden und sich somit, zumindest zu Beginn des Bewerbungsprozesses, alles facebookintern abspielt. Spannend wird hier noch der Aspekt des Datenschutzes in Deutschland.

Auf den ersten Blick scheint das neue Format also für Unternehmen eher nachteilig, da Bewerber nicht mehr auf externe Landingpages geleitet werden, was wiederum für kleine Unternehmen ohne Webseite vorteilhaft sein kann.

Vorteile des Plattform internen Bewerbungsprozesses ist allerdings, die Vereinfachung der Bewerbung. Bewerber können, ohne sich durch komplizierte Jobportale von Unternehmen zu klicken, sehr einfach ihre Bewerbung einreichen und haben anschließend die Möglichkeit direkt mit dem Unternehmen über den Messenger zu kommunizieren. Jedoch schließt sich hier direkt wieder die Frage des effizienten Bewerbermanagements an. Für große Unternehmen mit einem hohen Bewerberaufkommen ist die neue Beitragsfunktion also weniger geeignet, da beispielsweise zu lange Reaktionszeiten auftreten könnten.

Facebook selbst & kleine Unternehmen profitieren

Mit der neuen Beitragsart „Job“ hat Facebook das Rad definitiv nicht neu erfunden. Maßgeblich profitieren wird von dieser Funktion vor allem Facebook selbst, da es seinen Ruf in Sachen Personal Marketing positiv beeinflusst. Aber auch kleine bis mittelständische Unternehmen könnten die Beitragsart „Job“ gewinnbringend für sich nutzen. Ein Test in Form eines Vergleichs von herkömmlich auf Facebook geschalteten Stellenanzeigen inklusive Bewerbung und dem Beitragsformat „Job“ bleibt dennoch empfehlenswert, sodass der erfolgreichere Weg des Personal Recruitings identifiziert werden kann. Großen Unternehmen ist von der Verwendung der neuen Beitragsart aufgrund von schwierigem Bewerberhandling eher abzuraten.
Wann und ob die neue Funktion auch für deutschsprachige Seiten eingeführt wird, bleibt abzuwarten.

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Hanna

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