Werben mit Jodel – Wie funktioniert das eigentlich?

Werben mit Jodel – Wie funktioniert das eigentlich?

Das Logo der App Jodel

(Stand: 06/2021)

Die App Jodel hat sich lange Zeit der Möglichkeit für Werbung durch Unternehmen verschlossen. Seit gut 2 Jahren ist das Schalten von Werbung nun möglich. Was Jodel spannend für Unternehmen macht, wie Werbung auf Jodel eigentlich funktioniert und was es für Werbeformen gibt, erklären wir in diesem Blogbeitrag. Wer vorher noch eine kleine Auffrischung zu den Funktionalitäten oder der Nutzerschaft benötigt – bitte hier entlang.

Anonymität und Hyperlokalität als Hindernis?

Die Alleinstellungsmerkmale der App Jodel sind Anonymität und Hyperlokalität. Anonymität ist in der heutigen Zeit relativ – hier ist auch Jodel keine Ausnahme. Bei der Erstanmeldung müssen Daten zu Alter, Geschlecht, Standort und beruflicher Situation hinterlegt werden. Diese Angaben ermöglichen ein gezieltes Ausspielen der Werbung an das gewünschte Publikum. Zudem ist Jodel in thematische Channels unterteilt – was ein Targeting der Jodler*innen nach Interessen ermöglicht.

Der lokale Gedanke von Jodel kann zudem zum echten Vorteil für werbende Unternehmen werden. Beispielsweise bei der Bewerbung lokaler Events, von Pop-Up-Stores, Hotels, Restaurants oder auch zur Akquirierung neuer Mitarbeiter*innen an einem bestimmten Standort. Mit Interaktionsraten von bis zu 80 % ist Werbung auf Jodel ist damit perfekt geeignet für Neukund*innengewinnung, Employer Branding, Generierung von Aufmerksamkeit oder auch speziellere Ziele, wie das Anregen von App Installationen.

Und welche Werbemöglichkeiten gibt es?

Soweit so gut, aber welche Werbeformate gibt es auf Jodel? Die beiden größten sind Jodel Display Ads und der Boosted Post. Hinzu kommen Color Takeover, Medium Rectangle und Boosted Poll. Laut Jodels eigenen Angaben sind weitere Werbeformate in Planung.

Alle Werbeformate haben gemein, dass die Jodler*innen aktiv mit ihnen interagieren können. Entweder durch Up- oder Downvoting, Anpinnen oder Teilen des Jodels. Kommentierungen sind, bei aktivierter Kommentarfunktion, ebenfalls möglich. Durch eine Integration weiterführender Links werden die Jodler*innen durch einen Klick zu einem Produkt, einer Website oder ähnlichem weitergeleitet.

Ein paar wissenswerte Fakten zu den einzelnen Werbeformaten:

Jodel Display

  • Im Bilderfeed oder Mainfeed der App
  • Full Screen Anzeige, die beim Scrollen angezeigt wird
  • Entweder als Bild (Vertical Picture) oder Video (Vertical Video)
  • ideal für die Generierung von Traffic

Boosted Post

  • Werbeplatz im lokalen Feed und in den Channels
  • fügt sich in die organischen Posts ein
  • native Anzeige mit Text, Grafiken oder Videos

Medium Rectangle

  • Werbeplatz im lokalen Feed und in den Channels
  • optisch hervorgehoben
  • Als Text oder Bild möglich
  • eignet sich für Brand Awareness oder Generierung von Traffic

Color-Takeover

  • Möglichkeit, den lokalen Feed in definierten Farben einzufärben, bspw.: Unternehmensfarben
  • Jodler werden mit einem angepinnten, grauen Post (Sticky Post) oder Boosted Post zusätzlich über die laufende Kampagne informiert
  • erreicht maximale Markenaufmerksamkeit

Boosted Poll

  • Umfragetool –> Abstimmung zwischen 2 und 4 Antwortmöglichkeiten
  • Möglichkeit User*innen direkt zu befragen und in Kontakt mit ihnen zu treten
  • Platzierung im Main Feed und den Channels
  • eignet sich insbesondere für Engagement mit eigener Brand

Verschiedene Beispiele für Jodel Werbeformen: Display Ad, Litfaßsäule, Boosted Post, Color Takeover (von links). Quelle: https://jodel.com/advertising/

Werbung auf Jodel: Wie läuft das ab?

Jodel setzt bei der Integration von Werbung sehr stark auf Authentizität und nutzt gezielt das Feedback der Jodler*innen. Mit Werbebeiträgen kann genauso, wie mit einem „normalen“ Jodel interagiert werden. Die Besonderheit: Gibt ein*e Jodler*in ein Downvoting, verschwindet die entsprechende Werbeanzeige aus dem eigenen Feed und wird nicht mehr ausgespielt. Der Erfolg der Werbung ist somit direkt von der Interaktion der Jodler*innen abhängig. Immerhin: 25 % der Jodler*innen interagieren auch tatsächlich mit der Werbung auf Jodel. Bei Jodel geht es um Spaß und Unterhaltung. Dementsprechend sollte bei der Werbung darauf geachtet werden, dass sie in Sprache und Ansatz der Zielgruppe und Plattform entsprechend gestaltet ist. Jodel selbst unterstützt beim Erstellen der Kampagne, dem Design und der Wortwahl.

Bisher können Werbeplätze direkt bei Jodel oder über eine offizielle Partneragentur gebucht werden. Jodel stellt Werbetreibenden im Zuge dessen regelmäßig Reportings und Votingdaten zur laufenden Kampagne bereit und behält auch die Optimierung der Anzeigen-Performance im Auge. Die Entwicklung eines Selbstbuchungstools ist jedoch in Arbeit.

Die Werbung wird je nach Wunsch entweder mit oder ohne Targeting-Optionen der jeweiligen Zielgruppe ausgespielt. Die Anzahl der täglich ausgespielten Werbeanzeigen pro Jodler*in ist jedoch begrenzt, wodurch die konkurrierenden Einflüsse verschiedener Unternehmen klein gehalten werden. Die große Besonderheit: Ein Werbeplatz im Mainfeed ist während des gebuchten Zeitraums exklusiv. Es wird keine Werbung anderer Unternehmen ausgespielt. Werbung verschiedener Unternehmen ist lediglich im Bilderfeed zu sehen.

Was kostet der ganze Spaß denn nun?

Zu Beginn waren die Werbemöglichkeiten auf Jodel stark eingeschränkt und sehr teuer. Eine vierwöchige Werbeanzeige kostete um die 65.000 €. Die Preise sind inzwischen gefallen, dennoch ist Werbung auf Jodel immer noch teuer. Der CPM bewegt sich derzeit je nach Werbeformat zwischen 6 und 12 €. Für einen Color Takeover sollten laut Jodel mindestens 10.000 € eingeplant werden. Einen großen Einfluss auf den Preis, der für eine Kampagne gezahlt werden muss, haben die gewählten Targeting Optionen und der Zeitraum, in welchem die Werbung ausgespielt werden soll. Je mehr Jodler*innen die Werbung potenziell sehen können, desto teurer wird’s.

Ob sich Werbung auf Jodel für das eigene Unternehmen lohnt ist natürlich eine sehr individuelle Frage, die sich nicht pauschal beantworten lässt. Die drei größten Faktoren, die im Vorfeld bedacht werden sollten, sind: Ziel, Zielgruppe und finanzielle Mittel. Diese Faktoren sollten nicht nur miteinander im Einklang stehen, sondern auch zu dem passen, was Jodel zu bieten hat. Erst im Zusammenspiel lassen sich die bestmöglichen Ergebnisse erzielen.

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Caro

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