Amazon Produktanzeigen – ein erster Erfahrungsbericht

Amazon Produktanzeigen – ein erster Erfahrungsbericht

amazon_produktanzeigenWann, wenn nicht zum Weihnachtsgeschäft, lohnt es sich, Amazon Produktanzeigen zu testen? Über diese Option, Produkte auf Amazon zu bewerben aber direkt auf einen externen Shop zu verlinken, haben wir diesen Herbst bereits berichtet. Nun war der erste Versuch fällig. Die Erfahrungen, die wir damit gemacht haben, hier nun im kurzen Überblick:

Das Amazon-Händlerkonto:

Jeder, der bereits ein Amazon-Händlerkonto besitzt, kann dieses aktuell leider nicht für das Schalten von Produktanzeigen verwenden. Amazon möchte das Vertreiben von Artikel im Marktplatz und das Bewerben von Artikeln in einem externen Shop voneinander trennen – auch wenn die Produkte eigentlich identisch sind. Somit muss ein neues (Werbe)Konto angelegt und mit Informationen zum Händler bestückt werden.

Der Produkt-Feed:

Wenn man bereits Produktanzeigen auf Google schaltet, ist die Integration der Produkte in Amazon eigentlich ein Klacks. Man kann 1:1 den Feed aus „Google Base“ (so nennt es Amazon noch :-)) verwenden und an die Bedingungen von Amazon anpassen. Diese Bedingungen sind etwas versteckt und lassen sich hier finden. Wichtig ist einerseits die korrekte Benennung der Spalten und dass sich der jeweilige Produkttyp der Produkte an vorgegebenen Amazon-Kategorien orientieren muss. Am besten ist es ohnehin, man lädt sich die Vorlage für den Produkt-Feed herunter und greift auf Informationen aus diesem zurück. Anschließend steht nur noch die Entscheidung aus, ob der Feed manuell oder automatisch über einen FTP-Server hochgeladen werden soll. Bis die Produkte verfügbar sind, kann es eine Weile dauern – je nach Größe des Produkt-Feeds.

amazon_produkte_hochladen

Den Lagerbestand verwalten:

Unter Lagerbestand bietet Amazon eine gute Option, einen Überblick über die hochgeladenen Produkte zu erhalten und diese zu verwalten – heißt, Produkte ggf. aus der aktiven Anzeigenschaltung herauszunehmen („Angebot schließen/löschen“). Auch lässt sich unter dieser Ansicht der Preis der Produkte manuell bearbeiten. Je nach Anzahl der Produkte kann das Überarbeiten allerdings sehr müßig sein und macht eigentlich keinen Sinn, wenn auch einfach ein aktualisierter Feed hochgeladen werden kann.

Die Gebotsoptionen:

Viele Möglichkeiten zur aktiven Teilnahme an der Auktion bietet Amazon nicht. Das Hinterlegen eines Tagesbudgets für die Amazon Produktanzeigen ist obligatorisch. Das größte Manko hierbei: Es fehlt die Funktion, das Tagesbudget über den Tag zu verteilen bzw. die Anzeigenschaltung zeitlich einzugrenzen. Je nach Höhe des Tagesbudgets kann dieses bereits Mitte des Tages erschöpft sein – die Produktanzeigen werden dann bis Mitternacht nicht mehr geschaltet. Strebt man also gerade die Primetime in den Abendstunden an, ist ein entsprechend (riesen)großes Tagesbudget nötig.

Einzelne Gebote können auf Kategorie-Ebene vergeben werden. Amazon selbst gibt hierfür, nach Produktpreis gestaffelt, Mindestgebote vor. Günstig ist eine Kategorie wie „Computer & Zubehör“ mit einem Mindestgebot von 0,09 €. Teurer wird es hingegen bei „Beauty & Körperpflege“. Hier werden je nach Unterkategorie teilweise 0,87 € fällig. Alle Gebote lassen sich manuell bearbeiten oder automatisch um ausgewählte Prozentsätze erhöht oder verringert.

Fakt ist, dass im Vergleich zu AdWords die Aussteuerungsmöglichkeiten viel geringer und die Klickpreise teilweise deutlich höher sind, was für mich die Amazon Produktanzeigen derzeit noch nicht allzu lukrativ erscheinen lässt.

amazon_gebote_verwalten

Die Werbungsberichte:

Allzu viel Transparenz darf man über die Amazon Benutzeroberfläche nicht erwarten. Es lassen sich jederzeit Berichte über die Klicks und Kosten einsehen. Um aber tatsächlich auf den Erfolg der Anzeigenschaltung zu schließen, ist ein externes Tracking essentiell – was nicht zuletzt dadurch begründet ist, dass der Verkauf im externen Shop und nicht direkt auf Amazon stattfindet.

amazon_werbungsberichte

Vorläufiges Fazit zu den Amazon Produktanzeigen

Amazon als Marktplatz ist mächtig. Demnach ist die Möglichkeit, diesen für die Bewerbung der eigenen Produkte zu nutzen für Shopbetreiber perfekt und eine gute Ergänzung zur Bewerbung der Produkte über Google AdWords. Doch Amazon lässt sich die Platzierung und gleichzeitige Verlinkung auf externe Shops einiges kosten. Dadurch sollte man sich ganz genau überlegen, welche Produkte man bewerben möchte und mit welchen Produkten man auf Amazon konkurrenzfähig ist (schließlich werden die Produktanzeigen auch auf passenden Produktdetailseiten oder in der Auflistung ähnlicher Produkte angezeigt). Nur dann lohnt sich in meinen Augen eine Schaltung von Amazon Produktanzeigen. Insgesamt hoffe ich, dass Amazon am System, das hinter den Produktanzeigen steckt, in Zukunft noch etwas feilen wird und vor allem die Aussteuerungsmöglichkeiten optimieren wird.

Welche Erfahrung habt ihr mit den Produktanzeigen gemacht? Gibt es andere Erfahrungsberichte?

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Sabrina

Hallo, ich bin Sabrina. Als Online Marketing Managerin beschäftige ich mich seit 2011 mit allem rund um Social Media, Google Ads und neue Trends aus dem Bereich Online Marketing.