Tröt! Wir stellen Mastodon – die Twitter Alternative vor!  

Seit Elon Musk Twitter gekauft hat, ist Mastodon in aller Munde. Doch wie genau funktioniert Mastodon eigentlich und wie unterscheidet es sich von Twitter? Genau damit wollen wir uns in diesem Blogbeitrag beschäftigen.

Was ist Mastodon?

Mastodon ist ein dezentrales Mikroblogging-Netzwerk, das 2016 vom deutschen Software-Entwickler Eugen Rochko gegründet wurde. Der Dienst basiert nicht auf einer zentralen Webseite, sondern wird auf vielen verschiedenen Servern gehostet, die von Privatpersonen, Vereinen oder sonstigen Stellen eigenverantwortlich betrieben werden. Beim Anlegen eines Accounts muss man sich daher für einen Server entscheiden, auf dem dieser angelegt wird. Die Kommunikation zwischen den Servern verläuft nahtlos und als User*in kann man auch Profilen folgen, die über andere Server gehostet sind. Desweitern ist Mastodon ein freies Open-Source-Projekt, welches sich ausschließlich über Spenden finanziert und nicht der Kontrolle eines Unternehmens unterliegt.

Die Zeichenanzahl der Kurznachrichten, kurz „Tröts“ nach dem Mammut Maskottchen von Mastodon, sind auf 500 Zeichen beschränkt. Wie bei Twitter auch können hier Bilder und Videos inklusive Alt-Text geteilt werden. Alt-Texte sind bei Mastodon sehr üblich und gehören zum guten Ton.

Ein Wermutstropfen für uns als Online Marketing Agentur ist allerdings, dass man bei Mastodon keine Beiträge, die Bilder enthalten, vorplanen, sondern immer nur direkt posten kann. Außerdem ist es auch nicht möglich Werbeanzeigen zu erstellen und das wird wohl auch so bleiben:

Mastodon Statement
Mastodon Statement | Quelle: Mastodon | Stand: 28.11.22

Wie erstellt man einen Mastodon Account?

1. Server Auswahl

Als ersten Schritt muss man sich entscheiden, auf welchem Server man sein Account erstellen möchte. Es gibt eine große Auswahl an öffentlichen Servern, den man beitreten kann und die auch nach Regionen und Themen filterbar sind. Es ist aber auch möglich, einen eignen Server zu hosten. Doch macht euch bei der Wahl nicht verrückt: Ein Account kann später auch einfach auf einen anderen Server übertragen werden. 

Nachdem man einen Server ausgewählt hat, kommt man auf das Profil des Servers, wo es eine allgemeine Beschreibung und die Grundregeln des Servers gibt. Je nachdem welchen Server man wählt, unterscheidet sich hier Umfang und Inhalt.

Mastodon Account erstellen: Serverauswahl
Mastodon Account erstellen: Serverauswahl | Quelle: Mastodon | Stand: 28.11.22

2. Profil anlegen

Dieser Schritt ist nichts Neues. Wie bei anderen Social-Media-Plattformen müssen ein Profilname und ein @Name festgelegt sowie eine E-Mail-Adresse und ein Passwort hinterlegt werden

Nach der Verifizierung der Mail-Adresse kommt man auf die eignen Homefeed. Hier bekommen User:innen von Mastodon Vorschläge geliefert, welchen anderen Accounts sie folgen könnten. Zusätzlich kann man links noch seine Profildaten bearbeiten und zum Beispiel ein Profilfoto, eine Beschreibung sowie Links hinzufügen.

Mastodon Account erstellen: Anmelden und Profil bearbeiten
Mastodon Account erstellen: Anmelden und Profil bearbeiten | Quelle: Mastodon | Stand: 28.11.22

3. Den ersten eignen Tröt absetzten

Fertig! Nun kann man den ersten eigenen Tröt veröffentlichen und sich mit anderen Usern austauschen. Das Besondere am Feed von Mastodon ist, dass man hier zwischen einer lokalen Timeline und einer vereinigten Timeline hin und her wechseln kann. Außerdem werden hier alle Beiträge in chronologischer Reihenfolge angezeigt.

Die Verifizierung des Accounts läuft hier auch ein bisschen anders als auf anderen Plattformen: Um zu beweisen, dass ein Account wirklich der offizielle Account einer Organisation oder einer Person ist, muss ein HTML Tag in den Header der eignen Website eingebettet werden. Das klingt komplizierter als es eigentlich ist und mithilfe von Anleitungen auch für nicht HTML Pros möglich.


Mastodon Account erstellen: Tröten und Timeline

Mastodon Account erstellen: Tröten und Timeline | Quelle: Mastodon | Stand: 28.11.22

Unser Fazit

Mastodon unterscheidet sich in der Hinsicht zu anderen Netzwerken, dass die Nutzer:innen die Kontrolle in den eigenen Händen halten. Im Gegensatz zu anderen Plattformen wie Facebook, TikTok und Co. unterliegt Mastodon nicht der Kontrolle eines Unternehmens und es steht nicht der kommerzielle Gedanke im Vordergrund. Obwohl Mastodon in letzter Zeit stark gewachsen ist, ist es nicht unbedingt massentauglich, da der Anmeldeprozess aufgrund der Serverauswahl etwas abschreckend wirkt. Andere Netzwerke sind unter anderem so groß geworden, weil sie Einnahmen aus Werbeanzeigen für die Weiterentwicklung genutzt haben. Inwiefern das durch die Finanzierung durch Spenden gewährleistet werden kann, wird sich zeigen.

Wir freuen uns, das neue Netzwerk auszuprobieren und über unsere Learnings zu berichten!

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Lea

Hallo, ich bin Lea und nach meiner Zeit als Werkstudentin bin ich seit April Trainee im Online-Marketing bei den Klickkomplizen. Ich interessiere mich für Social Media und bin immer auf der Suche nach neuer Inspiration. Privat bin ich kleiner Bücherwurm und nutze vor allem Instagram, um mich mit anderen auszutauschen.

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