Im digitalen Marketing zeigt sich langsam aber sicher ein Trend in Sachen Kennzahlen. Herkömmliche Messgrößen wie Klicks und Impressionen reichen nicht mehr aus, um den tatsächlichen Einfluss digitaler Werbung zu erfassen. Ergänzend bekommen die sogenannten Attention Metrics immer mehr Bedeutung.
Was sind Attention Metrics?
Diese Metriken bieten einen tieferen Einblick in die Interaktion von Nutzer:innen mit Anzeigen und messen Faktoren wie die View Rate, die Verweildauer mit den Augen und der APM (Average Attention per Thousand Impressions), was mit dem traditionellen CPM (Cost per Mille) vergleichbar ist.
Die View Rate beschreibt, wie oft eine Anzeige angesehen wurde im Vergleich zur Gesamtanzahl der Impressionen. Je höher die View Rate, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Anzeige die Aufmerksamkeit der Zielgruppe erregt hat.
Die Verweildauer mit den Augen misst die durchschnittliche Zeit, die Nutzer:innen auf eine Anzeige schauen. Eine längere Verweildauer deutet auf ein höheres Interesse hin und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Botschaft wahrgenommen wird.
Der APM gibt an, wie viele Sekunden Aufmerksamkeit auf 1000 Impressionen entfallen. Diese Metrik ermöglicht es, die Effektivität einer Anzeigenkampagne genauer zu bewerten und zu optimieren.
Wie misst man Attention Metrics?
Um Attention Metrics zu messen, können verschiedene Tools und Technologien eingesetzt werden, darunter Eye-Tracking-Software, die die Bewegung der Augen verfolgt, und maschinelles Lernen, das anhand von Nutzerverhalten und Interaktionen Muster erkennt. Die Messung kann aber auch ohne spezielle Software erfolgen. Zum Beispiel kann die View Rate durch einfache Umfragen unter den Nutzer:innen ermittelt werden, indem man fragt, ob sie eine bestimmte Anzeige wahrgenommen haben. Bei Meta oder TikTok begegnen den User:innen hin und wieder Umfragen dieser Art. Die Verweildauer mit den Augen kann durch qualitative Beobachtung erfolgen, indem nachvollzogen wird, wie lange Nutzer:innen auf eine Anzeige schauen, bevor sie weiter scrollen. Für den APM kann man die durchschnittliche Zeit, die Nutzer:innen auf einer Anzeige verbringen, mit der Gesamtzahl der Impressionen multiplizieren und durch 1000 teilen, um einen groben Wert zu erhalten.
Wozu braucht man Attention Metrics?
Die Einführung von Attention Metrics markiert einen wichtigen Fortschritt im digitalen Marketing. Sie bieten eine präzisere Möglichkeit, die Leistung von Anzeigen zu messen und Kampagnen entsprechend anzupassen, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen. In einer Zeit, in der die Aufmerksamkeitsspanne der Verbraucher:innen immer kürzer wird und die Konkurrenz um ihre Aufmerksamkeit zunimmt, sind Attention Metrics ein spannendes Werkzeug, um sicherzustellen, dass jede Anzeige die gewünschte Wirkung erzielt.
Claudia
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