Automatisierte Regeln bei Facebook – Das solltet ihr vorher wissen

Es gibt sie schon eine ganze Weile, doch sind automatisierte Regeln trotzdem noch oft ein unterschätztes Werkzeug. Klar, auch hier ist nicht alles Gold, was glänzt (dazu gleich mehr) aber sie können die Kontooptimierung zumindest unterstützen und erleichtern. Was ihr wissen müsst, habe ich hier im Beitrag für euch zusammengefasst.

Basiswissen zu den automatisierten Regeln

Es gibt zwei Wege, die automatisierten Regeln zu erstellen, einmal zentral über das Menü: Werbung > Automatisierte Regeln oder auch innerhalb des Kampagnen-Dashboards. Letzteren Weg müsst ihr wählen, wenn eure Regel nur für bestimmte Kampagnen, Anzeigengruppen oder Anzeigen gelten sollen. Über den zentralen Weg lassen sich nur Regeln für alle aktiven Ebenen erstellen.

Facebook Automatisierte Regeln erstellen

Links seht ihr den Weg über das Menü, rechts aus dem Dashboard heraus

Folgendes Grundlagenwissen solltet ihr in jedem Fall haben, bevor ihr euch an das Erstellen der Regeln macht:

  • Pro Werbekonto sind „nur“ 250 Regeln möglich – egal ob aktiv oder inaktiv.
  • Regeln gelten immer nur für eine Ebene. So könnt ihr eine automatisierte Regel zwar auf mehrere Kampagnen anwenden, aber nicht gleichzeitig auch für Anzeigengruppen. Es gilt: Eine Regel pro Ebene.
  • Jede Bedingung lässt sich pro Regel nur einmal hinzufügen.
  • Die Bedingungen sind aktuell nur für Standard-Events verfügbar, nicht für Custom-Events.
  • Regeln funktionieren nicht bei Wahlwerbung oder Themen internationaler Relevanz.
  • Ihr könnt die Attribution für jede Regel individuell einstellen.
  • Eine Regel wird nicht zwangsläufig „in die Tat umgesetzt“. Es ist auch möglich, sich nur benachrichtigen zu lassen.
  • Regeln müssen explizit aktiviert oder pausiert werden.
  • Benachrichtigungen werden nicht immer ausgeliefert, was sehr ärgerlich ist. Kontrolle ist also auch bei den Regeln angebracht.
  • Regeln können zusätzlich auch manuell ausgeführt werden – gut zum Testen

Eine kleine Schritt-für-Schritt-Anleitung findet ihr zudem in diesem Blogbeitrag.

Tipps für automatisierte Regeln

Hauptbestandteile der Regeln sind Aktivität, Bedingung, Datumsbereich, Attribution und der Zeitplan. Vieles ist hier selbsterklärend, wenn ihr euch einmal durch die Ansicht klickt. Da wir aber vermeiden wollen, dass ihr euch ähnlich verwirren lasst ob der ganzen Möglichkeiten wie wir, hier noch ein paar Tipps:

  1. Der Datumsbereich bezieht sich immer auf die Bedingung. Diesen Zeitraum betrachtet Facebook und sucht innerhalb dessen nach der Bestätigung für die definierte Bedingung.
  2. Verwechseln könnte man das leicht mit „Frequenz der Handlung“. Hier wird aber lediglich definiert, wie oft die Regel Anwendung findet.
  3. Oder auch mit dem Zeitplan. Dieser legt fest, wie oft Facebook nach der Erfüllung der Bedingung schaut.
  4. 8.000 Laufzeit-Impressionen setzt Facebook immer automatisch als eine Bedingung. Das System braucht einfach einen ausreichend großen Datenstamm, um verlässlich zu bestimmen, ob beispielsweise der CPC relativ konstant unter oder über 0,50€ liegt. Die 8.000 kann aber auch angepasst werden, sind es allerdings weniger Impressionen, zeigt Facebook ein kleines ACHTUNG-Zeichen.
  5. Budgets und Gebote lassen sich auch anhand von sogenannten Zielfeldern = Zielgrößen skalieren. Das ist zum Beispiel dann interessant, wenn das Tagesbudget proportional immer dann erhöht oder gesenkt werden soll, wenn der CPC einen bestimmten Zielwert erreicht oder unterschreitet.
Facebook Regeln Zielfeld

In diesem Beispiel wird das Tagesbudget einmal wöchentlich skaliert, je nachdem ob der CPC von 0,50€ unter- oder überschritten wird. Dabei gilt ein festgelegter Tagesbudget-Bereich von 10 bis 50€. Die Bedingung ist, dass mindestens 8.000 Impressionen gezählt wurden und im Toleranzbereich 0,40 – 0,60€ keine Skalierung vorgenommen werden soll.

Wer sich das erste Mal an die Regeln herantraut, kann sich im dazugehörigen Facebook-Hilfeartikel belesen. Dort sind nochmal alle Bedingungen erklärt. Und wer ein wenig Inspiration braucht, welche Regeln man so alles erstellen könnte, kann sich gern mal den ausführlichen Blogartikel von Adsventure anschauen.

Fazit – Weniger ist mehr und Recherchen helfen

Grundlegend sind die automatisierten Regeln hilfreich, um Abweichungen einfach schnell wahrzunehmen oder handlungsfähig zu sein. ABER weniger ist auch hier mehr. Der Blick ins Konto und die händische Optimierung sollten den Regeln niemals zum Opfer fallen. Damit die Regeln auch so funktionieren, wie ihr es euch vorstellt, informiert euch bei den obengenannten Quellen. Damit bekommt man ein Feingefühl und es passieren weniger Fehler.

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