Ab heute gelten neue Werberichtlinien für Instagram & Facebook Ads – Was sich jetzt ändert.

Ab dem 7. Dezember 2021 gelten neue Werberichtlinien für die Schaltung von Facebook und Instagram Ads. Wer weiterhin Werbeanzeigen schalten möchte, muss die neuen Bestimmungen gegen Diskriminierung bei den Themen Wohnraum, Jobanzeigen & Kredit-Vergabe beachten. Andernfalls kann es zu einer Deaktivierung der Anzeigen kommen bzw. werden diese gar nicht genehmigt. Aber was ändert sich genau und was muss beachten werden, damit meine Werbeanzeigen weiterhin aktiv geschaltet werden können? Das erklären wir euch jetzt:

 

Was sich jetzt ändert

Soll eine Kampagne ein Job, Kredit- oder Wohnungsangebot bewerben, so ist das Auswählen einer speziellen Anzeigenkategorie ab sofort notwendig. Beziehen sich Bilder, Videos, Landingspages und/oder Texte inhaltlich auf diese Thematik, so ist das Einordnen in die spezielle Anzeigenkategorie notwendig.

Quelle: Facebook

Wo gilt diese Regelung?

Das Angeben einer speziellen Anzeigenkategorie ist nicht in allen Ländern Pflicht. Für Werbeanzeigen mit einer Zielgruppe in den USA und Kanada ist es auf jeden Fall bindend. Facebook gibt an, dass die Regelung zudem in bestimmten europäischen Ländern gilt. Sehr transparent ist dies allerdings nicht, da Facebook in seinen Werberichtlinien lediglich Nordamerika verpflichtet, im „Facebook for Business“-Portal allerdings auch europäische Länder, u. a. Deutschland inkludiert. Zu vermuten ist es, dass die Richtlinien für Deutschland weiter ausgebaut werden und die Regelungen gegen Diskriminierung schärfer werden, weshalb es sich dennoch empfiehlt, die spezielle Anzeigenkategorie im Zweifel auszuwählen. Schließlich möchte man sichergehen, dass die Werbeanzeigen wie gewünscht auch ausgespielt werden.

 

Welche Gruppen sind genau betroffen?

  1. Jobanzeigen (Voll- oder Teilzeitstellen, Praktika oder berufliche Zertifizierungsprogramme & Seminare)
  2. Kredite: (Kreditangebote für Kreditkarten, Autokredite, Privat- oder Geschäftskredite, Immobilienkredite und Langzeitfinanzierungen. Dazu zählen auch Brand Ads für Kreditkarten.)
  1. Wohnraum: (Immobilienangebote oder dazugehörige Dienstleistungen, z. B. Inserate mit Wohnimmobilien zum Kauf oder zur Miete)
  2. Wahlwerbung bzw. Werbung zu politisch oder gesellschaftlich relevanten Themen: (z. B. im Auftrag einer politischen Partei oder einem Kandidaten für ein öffentliches Amt, Werbung für ein bestimmtes Ergebnis einer Wahl für ein öffentliches Amt)

 

Tipp:

Falls Unsicherheit herrscht, ob die eigene Kampagne unter einer dieser Gruppen fällt, gibt es hier eine detaillierte Auflistung.

 

Mit welchen Herausforderungen Marketer rechnen können

Die Einschränkung des Targetings stellt sich hierbei sichtbar als Nachteil für Marketer heraus. So ist es nicht mehr möglich, Alter, Geschlecht sowie diverse Interessen auszuwählen. Explizit die Interessen sind stark eingeschränkt, sodass man dem Facebook Algorithmus mehr Vertrauen in die richtige Ausspielung an die relevante Zielgruppe schenken muss. Umgekehrt lassen sich auch keine Interessen mehr ausschließen. Regional lässt es sich zwar noch targetieren, allerdings muss mindestens ein Umkreis von 15 km angegeben werden. Damit wird die Ausschließung bestimmter Stadtteile beispielsweise verhindert. Lookalike-Audiences können ebenso nicht zum Einsatz kommen.

 

All diese Aspekte verhindern das gewohnte und zielgenaue Targeting. Ob damit zwangsläufig der Kampagnenerfolg leiden wird, wird sich noch rausstellen.

 

Tipp:

Mit dem neuen „Du bist dran”-Sticker kann Content auch organisch gepusht werden. Wie man ihn richtig einsetzt, erfahrt ihr hier.

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